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Bibliothekarische Aufgaben zur Handschriftenerschließung
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will sich von dem Namen an die Bibliothek führen lassen, inwelcher er die Handschrift finden kann; der an den Schicksaleneines Werkes Aufschlüsse über seine Wirkung Suchende liestauch in dem, was der Handschriftenname sagt, Wesentliches.Viel Wissen, ja sogar eigentümliche Forschung könnte in solchein Verzeichnis der Handschriftennamen gesteckt werden, unddie Mühe würde sich im täglichen Gebrauch an den Bibliothekender ganzen kultivierten Welt vielfältig lohnen. Eine Aufgabeaußerdem, die sich auch aus einem großen Gesamtprogrammals Einzelarbeit herauslösen und gesondert durchführen ließe;es wäre sicher nicht der schlechteste Anfang zu einer großzügigenErschließungsaktion, wenn ein diesen Fragen bibliothekarischoder philologisch Nahestehender sich dieser Aufgabe annehmenwürde. In den Arbeiten Wilhelm Weinbergers, vor allem imCatalogus Catalogorum 90 , sind Vorarbeiten von ansehnlichemAusmaß geleistet; im Aufbauen auf diesen Grundlagen lägenaußerdem Schulungsmöglichkeiten für die größeren noch bevor-stehenden Arbeiten an den Handschriften in ihrer Gesamtheit;also auch methodisch eine gute Lösung 91 .
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Bei vielen dieser bibliothekarischen Aufgaben wird man dieden Bibliotheken ungünstigen Etatverhältnisse nicht als Ent-schuldigung anführen können dafür, daß nichts oder nur wenigbisher geschehen ist. Es fehlte eher manchmal an dem frischenAntrieb und an dem folgerichtigen Durchdenken solcher Auf-gaben, und erst mit der allzugroßen anderweitigen Belastungder Verwalter von Handschriftensammlungen läßt sich die Not
§888
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•° Wilh. "Weinberger: Catalogus catalogorum. Verzeichnis der Bibliotheken,die ältere Handschriften lateinischer Kirchenschriftsteller enthalten. Wien 1902. —Mit Supplement für 1901—1907, Brunn 1907. Das „Verzeichnis der Handschriften-benennungen" am Ende des Catalogus, zugleich dessen Register, ist natürlich nurein Anfang, da im Text nicht vorkommende Namen weggeblieben sind und auchErklärungen, wie für „Carthusianus", bei weitem nicht alles sagen, was für eineerschöpfende Auskunft nötig wäre (nötig auch zum Verständnis von Weinbergerseigenen Arbeiten).
91 Weiterhin wäre auch für die Gleichartigkeit der verwendeten Codex-Sigleneine Grundlage zu schaffen, sowie eine die anspruchsvolle Weinbergersche Zitier-weise ablösende, den internationalen Regeln für die Gestaltung der Zitiertitel an-gepaßte, für das Gesamtgebiet des Handschriftenwesens einheitlich gültige Zitier-weise.
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