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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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Universitätsstädten gedruckt wurden, wie häufig aber gebunden (Er-furt, Heidelberg, Köln, Leipzig, Wien sind als Bindezentren bekannt,während der Buchdruck nicht in all diesen Städten sehr heimisch war)mahnt den Forscher zu größter Vorsicht bei solchen Gleichsetzungen.Die Eigentümlichkeiten der Technik sind bei solchen zunächst un-lösbaren Fällen besonders zu beachten. Es läßt sich aber nicht um-gehen, eine Zuweisung wenigstens zu versuchen, da ja die jetzige Ar-beit der Einbandforschung und speziell der Inventarisation daraufausgeht, das Material herauszustellen, das, wenn es erst in vollemUmfang bekanntgemacht ist, auch zur Korrektur irrtümlicher Zu-weisungen dienen kann.

Sammlung alles Gleichartigen, Heranziehung möglichst umfang-reichen Vergkichsmaterials ist für alle Einbandforschung die sichersteGrundlage und der anregendste Ausgangspunkt, welcher besonderenArt die Frage auch ist, der man gerade nachgehen will. Man muß alleStempeldruckbände des iz. Jahrhunderts kennen, ehe man die Frageihrer Herkunft lösen will, muß alle Einbände mit auf die Kanten ge-zogenem Kapital zusammensuchen um die griechischen Einbände be-urteilen zu können, muß alle Platten mit einer bestimmten allegori-schen Darstellung gesammelt haben, ehe man ihre künstlerische Ab-hängigkeit untersucht, muß die Einbände einer Werkstatt, die Be-stände einer Bibliothek verzeichnet haben, ehe man die Werkstatt-eigentümlichkeiten, die Einbandbesonderheiten einer Bibliothekhistorisch festlegen will. Es ist deshalb ganz in der Ordnung, wennauch über das Inventarisieren hinaus solche Zusammenfassungen ver-sucht werden, Hilfsmittel für die Einbandforschung nach bestimm-ten Merkmalen geschaffen werden, die der Inventarisierung und damitder weiteren Forschung von Nutzen werden; wenn der Buchbindereider Pfalzgrafen eine eigene Untersuchung gewidmet werden soll,wenn ein Corpus der deutschen Renaissancebände vorbereitet wird,wenn (von außenstehender Seite) ein Weltkatalog der Devisen gefor-dert wird, der für die Supralibros, für die Besitzverhältnisse der Ein-bände überhaupt, aufschlußreich werden könnte, wenn ein biographi-sches Nachschlagewerk über die bekannten Buchbindernamen ge-wünscht wird, so sind das alles Arbeiten, die außer ihrer besonderenAbsicht der Einbandforschung im Ganzen dienen und einen Begriffdavon geben können, wie vielfältig die Forschungsmethode ist. Wie

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