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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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einen signierten Band handelt. Die Beschreibung richtet sich in derSprache oft nach der Sprache des im Einband enthaltenen Buches.Dabei kommen zahlreiche recht starke Abkürzungen von Fachaus-drücken vor, die ohne längere Übung nicht zu entziffern sind. Ein ein-heitliches System für diese Abkürzungen gibt es nicht. Die häufigerenaus den geläufigen Sprachen sind in der Beilage mit ihrer Auflösungzusammengestellt.

Dem Einbandforscher bietet sich das Material für seine Untersuchun-gen in allen möglichen Formen und an den verschiedensten Stellen.Selten wird er es ermöglichen können, alle die Bände, die er betrach-ten will, mit dem Vergleichsmaterial an eine Stelle zu bringen oderwenigstens alles in Abbildungen zusammen zu haben. Da aber dasVergleichen zu den wichtigsten Arbeiten bei diesen Forschungen ge-hört, muß er auf eine Methode sinnen, die ihm die wesentlichen Ein-zelheiten an einer Stelle zu betrachten ermöglicht. Diese Methode wirdihm dadurch geboten, daß der historische Einband überwiegend mitPrägungen versehen ist. Alle Stilvergleichungen an Einbänden beru-hen auf der Vergleichung der verwendeten Stempel und Platten undderen Anordnung auf dem Einband. Um sich davon Wiedergaben her-zustellen, gibt es das einfache Mittel der Abreibung, die wie erwähnt,von Schwenke für eine gz.sxze Sammlung verwendet wurde. Durchrasches Hinstreichen mit einem gut färbenden Stift über ein BlattPapier, das über den Stempelabdruck gedeckt ist, zeichnen sich die Er-höhungen in plastischer Form je höher desto schwärzer ab.Bei einiger Übung können diese Abreibungen mit solchem Geschickgemacht werden, daß die Abreibung den Originaleindruck an Deut-lichkeit übertrifft; vor allem läßt sich oft auf solche Weise eine einge-preßte Schrift noch lesbar machen, wenn sie auf dem Einband selbstnicht mehr lesbar ist, da die Abreibung die Kontraste steigert und ge-ringste Unebenheiten deutlich macht. Freilich eignen sich nicht alleEinbände zum Abreiben; sehr grob genarbte Leder decken in derAbreibung die Einzelheiten der Pressung zu. Es ist auch nicht jedesMaterial für diese Arbeit geeignet, man nimmt am besten ein dünnes,feinkörniges aber starkfaseriges Papier, das jeder Unebenheit nach-gibt ohne ganz einzusinken und das ganz gleichmäßig die Farbe desStiftes annimmt. Als Stift ist ein nicht zu weicher Zimmermannsblei-

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