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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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Bugra" 1914 und die beiden internationalen BuchkunstausstellungenLeipzig 1927 und Paris 1931 zu nennen, an speziellen Einbandausstel-lungen außer den erwähnten, die zu Straßburg 1909, die Westendorpin einem wohlfeilen Tafelwerk festgehalten hat, die Pariser Ausstel-lungen, die öfters von der Bibliotheque Nationale veranstaltet werden,vor allem die von 1925; auf deutschem Gebiet nach dem Kriege eineAusstellung in Salzburg, eine vom Jakob Krausse-Bund im BerlinerSchloß veranstaltete Ausstellung und schließlich die vom BundMeister der Einbandkunst organisierte Reichswanderausstellung, diealsRehabu" in vielen Städten Deutschlands und des Auslandes denStand der deutschen Einbandkunst gezeigt hat.Ausstellungen eigener Art kann der Einbandliebhaber sehen, wenn ervon der Versteigerung bibliophiler Sammlungen erfährt. Da der For-schung nur gedient ist, wenn sie die weiteren Wege der bei solcher Ge-legenheit zerstreuten Sammlungen verfolgen kann, sind ihr gedruckteKataloge davon besonders wertvoll, zumal wenn sie mit solcherSachkenntnis bearbeitet sind, wie der Boerner-Katalog 21, oder einemit solcher Liebe zusammengetragene Sammlung behandeln wie dievon Edouard Rahir. Auch in diesem Zuammenhang wird die Bedeu-tung der guten Antiquariatskataloge, von denen schon bei derLiteraturschau die Rede war, offenbar, da sie ja das aus Bibliophi-lenhand freiwerdende Material aufnehmen. Es erweist sich aber auchals wichtig, daß der den Katalog verfassende fachmännische Antiquarlind der ihn lesende Käufer sich in der gedruckten Beschreibung ver-ständigen können und das ist möglich mit Hilfe einiger Grundbegriffeder Einbandkunde.

Im Antiquartatskatalog steht die Bezeichnung oder Beschreibung desEinbandes am Ende des Titels keine Angabe bedeutet ein ungebun-denes Exemplar; nur wenn wissenschaftlich dazu Stellung zu nehmenist, folgen als Anmerkung die näheren Angaben; hierzu gehören auchschon Hinweise auf die Literatur, die in üblicher Weise fast ausschließ-lich nur nach Verfassernamen zitiert wird. Man muß also wissen, wasbei einem Renaissanceband der Name Haebler, bei einem Jakob Krause-Band der Name Schmidt, bei einem Grolier der Name Le Roux deLincy bedeutet. Der Buchbindername erscheint meist in Klammern amEnde der Einbandbeschreibung, oft gesperrt. Nicht stets ist diese An-gabe mehr als eine Vermutung; oft ist eigens erwähnt, daß es sich um

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