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Einführung in die Einbandkunde
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sind; haben sie irgendwelchen Schmuck, so ist auf besonderen Schutzzu achten. Wo nicht für jeden Band ein Futteral (Schuber oder Ka-sten, beide mit Flanell oder anderen weichen Stoffen ausgeschlagen)hergestellt werden kann, wie es beim modernen Kunsteinband in derRegel mitgeliefert wird, sollte wenigstens eine glatte Pappe als Schutzgegen den Nachbarband dienen, auch wo keine Metallteile offensicht-liche Beschädigungen erzeugen können. Auch am gut gearbeitetenEinband schabt sich das Leder mit der Zeit ab, leiden Farben und dasRelief der Pressung. Schutz gegen Staub und grelles Licht ist außer-dem nötig, gegen zu große Temperaturunterschiede ratsam. Beschä-digte Einbände müssen, wenn sie (aus archivalischen Gründen) nichtausgebessert werden sollen, auf jeden Fall in weich ausgeschlagenenKästen aufbewahrt werden. Wo gar kein anderer Schutz möglich ist,sollte wenigstens ein Umschlag von weichem aber zähem Materialum Deckel und Rücken gelegt werden. Am besten wäre liegende Auf-bewahrung in geräumigen Fächern, wenn es der Platz gestattet.

Nicht so jung wie die Einbandforschung ist das Verständnis für dieSchönheit des Einbandes und die ihr innewohnende bildende Kraft.Viel weiter als die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Einbandgeht deshalb auch das Bestreben zurück, Proben der schön gebun-denen Bücher früherer Zeiten der Öffentlichkeit zu zeigen. Schon imJahr 18 51 war auf der Londoner Ausstellung eine große Einbandschauzu sehen. Die gewerblichen Ausstellungen, die seither auch Buchein-bände zeigten, lassen sich nicht aufzählen und selbst von den Buchkunst-und besonderen Einbandausstellungen können nur die bedeutendstengenannt werden. Ihre Bedeutung beruht nicht nur auf der Befriedi-gung der Schaulust, der Belehrung großer Massen und ihrer Gewin-nung für den geschmackvollen Einband, sondern auch in der Durch-forschung großer Bestände auf brauchbares Ausstellungsgut, wodurchviel wertvolles Material neu ans Licht gezogen wurde, und in derFestlegung und weiteren Bekanntmachung der schönen Stücke durchKataloge. Man denkt hier sofort daran, daß Gottliebs anregendesTafelwerk die spät gereifte Frucht solch einer Ausstellung ist, daß dasPrachtwerk des Burlington Fine Arts Club die Absicht hatte, das ausvielen Sammlungen zusammengeholte Material einer Ausstellung fürdie Dauer festzuhalten. An Ausstellungen allgemeiner Art sind die

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