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die Einbandsammlung der Preußischen Staatsbibliothek betreut; fastkein Gebiet des historischen Einbandes, zu dem er nicht in irgend-einer Einzelfrage das Wort ergriffen hätte. In seinen „Bucheinbändenaus der Preußischen Staatsbibliothek" hat er mehr als eine Sammlungschöner Einbände gegeben; im Text steckt viel Material zur Geschich-te des Einbandes, die er zusammenfassend nun auch im „Handbuchder Bibliothekswissenschaft" behandelt hat. Als Träger der deut-schen Einbandforschung muß die von Johannes Hofmann in Leipziggeleitete Kommission für Bucheinbandkatalogisierung der deutschenBibliothekare genannt werden. Außer den im Abschnitt über die ein-bandhistorische Literatur erwähnten Forschern begegnet man denNamen H. Endres, O. Glauning, H. Herbst, I. Schunke, J. Theeleimmer wieder da, wo es sich um einbandgeschichtliche Forschungenhandelt, ohne daß die Liste mit diesen Namen etwa vollständig wäre.Zu Gottliebs Schülern rechnen sich auch die beiden rührigsten underfolgreichsten englischen Forscher des Gebietes, Antiquare undBibliophile zugleich: Ernst Philipp Goldschmidt und G. D. Hobson.Beider Erfolge beruhen auf der Verbindung von liebevoller Vertie-fung in das Buch als historisches Stück und als Kunstwerk mit schärf-ster Kritik der Überlieferung und des Tatsachenmaterials, die sichauch in Fortführung der Arbeiten des Meisters manchmal gegen seineAnsichten wenden muß. — In Frankreich sind, wie in Deutschland,Bibliothekare Träger der Einbandforschung geworden; £mile Daciervon der Bibliotheque Nationale und Henry Joly in Lyon sind an ersterStelle zu nennen. Aus den Niederlanden sei Hulshof, aus DänemarkE. Hannover vor anderen genannt.
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Aber alle noch so vielversprechenden Ansätze der Führer, und diewillige Gefolgschaft, die sie bei einer immer größeren Anzahl jün-gerer Forscher, vorwiegend unter den Bibliothekaren — in derenArbeitsgebiet die Einbandforschung der jüngste Zweig ist — fanden,konnten noch nicht zu den erstrebten Zielen führen, solange die Ar-beit von jedem einzeln geleistet wurde, ohne einheitlichen Plan, ohneVerständigung, ohne gemeinsame Bearbeitung der Grundlagen fürdie weitere Forschung. Auch für die Einbandgeschichte mußte, wiefür andere historische Untersuchungen, zunächst das vorhandeneQuellenmaterial festgestellt werden. Eine Darstellung der Einband-
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