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zweiges umrissen, sondern auch in eigenen Arbeiten und in der For-derung anderer verwirklicht wurden; so trägt die Monographieüber Jakob Krause von Christel Schmidt Loubiers Patenschaft.Immer wieder rindet man diesen fördernden Einfluß Loubiers auf daseinbandhistorische Arbeiten. — Mehr durch die Methode seinesArbeitens als durch theoretische Forderungen und persönlicheFühlungnahme hat Theodor Gottlieb, der 1929 verstorbene WienerBibliothekar, auf die Einbandwissenschaft gewirkt. Sein Verdienstist vor allem, daß für die Frühgeschichte des Golddruckbandes eineForschungsmethode gefunden wurde, daß die Vermutungen, die bisdahin gültig waren, durch eine Kombination von technischen, archivali-schen und künstlerischen Untersuchungen ersetzt wurden. In dieser Me-thode ist Gottlieb unumstrittener Meister gewesen und durch seine Ein-leitung zu dem Wiener Einbandwerk ist er der Lehrer dieser Methodefür die erfolgreichsten jüngeren Einbandforscher geworden.Neben diesen ausgesprochen wissenschaftlich gerichteten Führernmuß aber noch ein aus der Praxis hervorgegangener Kenner undForscher genannt werden, dem es beschieden war, in einem langenLeben in vielen Ländern Einbände aller Zeiten kennenzulernenund dem kein Lebensalter und kein Meistertitel zu gut war, sichan den historischen Dokumenten als Schüler zu fühlen: Paul Adam,beim Handwerk und in der Wissenschaft gleich hochgeachtet, dererste gründliche Erforscher orientalischer Einbände. Seine Düssel-dorfer Wirksamkeit hatte ihm Gelegenheit gegeben, an den orienta-lischen Einbänden des dortigen Museums bei Restaurierungs- undOrdnungsarbeiten Technik und Kunstübung bis in alle Einzelheitenkennenzulernen. Die so erworbenen Kenntnisse vertiefte er unermüd-lich; in vielen Einzelarbeiten hat er Grundlegendes für die Einband-forschung geschaffen; diese Leistungen, seine im hohen Alter un-vermindert großzügigen Pläne, die Erzählung in seinen liebenswür-digen „Lebenserinnerungen" (Leipzig 1925, 2. Aufl. 1929) lassenahnen, was dieser temperamentvolle Kenner mit ins Grab genommenhat. Mit Paul Adam ist vor kurzem der letzte Vertreter dieser älterendeutschen Einbandforschergeneration von uns geschieden.
Unter den Schülern, die inzwischen Meister geworden sind, stehtin Deutschland als der rührigste obenan Max Joseph Husung, der
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