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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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Deckel oft fast oder ganz ohne Schmuck sind, zeichnen sich durchsolche Rücken aus; es ist der übliche Einband des ordentlichen Buch-besitzers im 18. Jahrhundert. Die in den Rückenfeldern auftretendenBlütenstempelchen kehren in iooo kleinen Abweichungen immer wie-der. Unter diese Richtung fallen auch noch die französischen Ein-bände der ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts; das Filigran-werk auf dem Rücken der Einbände Simiers ist ein ebenso sicheresKennzeichen für seine Hand wie der am Schwanz in winziger Schriftaufgedruckte Name. Als einzige Schmuckfläche von gleichem Materialwie die Deckel hat der Rücken zu fortlaufendem Schmuck verlockt;aber die trennende Wirkung des in eine Reihe eingestellten Buches istdoch zu groß, als daß solche Versuche wirklichen Erfolg habenkönnten. Aussichtsvoller ist da der Versuch, die Rückenschmuck-fläche dadurch zu vergrößern, daß die Rücken mehrerer zusammen-gehöriger Bände als eine durch die Bandteilung natürlich geglie-derte Fläche behandelt werden. Diese erst in den letzten Jahren inkünstlerischer Form gefundene Lösung ist eine wichtige Etappe inder Entwicklung des Rückenschmuckes.

In der Schmucktechnik derjenigen der Deckel angepaßt ist auch dieVerzierung der Steh- und Innenkanten. Bei den Stehkanten ist als im-merhin auffällig die Tatsache zu verbuchen, daß ein Schmuck nichtbei den dicken Holzdeckeln, sondern erst bei den viel dünneren Papp-deckeln für nötig erachtet wurde. Der überreiche Schmuck mit petitsfers und die Vergoldung des Schnittes haben zusammengewirkt,daß auch diese schmalen Flächen nicht leer blieben. Die Möglichkei-ten der Verzierung beschränken sich freilich auf wenige Muster vonFileten und Rollen. Eine Verzierung der Innenkanten darf dann nichtfehlen, wenn die Stehkanten vergoldet sind, kommt aber auch ohnediese Ergänzung vor. Auch für diese schmalen Streifen ursprüng-lich nur die eigentlich überstehenden Streifen, dann auf Kosten desSpiegels verbreitert sind die Schmuckmöglichkeiten nicht sehrvielfältig; aber ähnlich wie bei den Deckelverzierungen ä la dentelleoder nur mit einem fortlaufenden Randmuster zeigen sich an dieserStelle in der Ornamentik die verschiedenen Stilarten.Der von den Innenkanten umrahmte Teil des Innendeckels, dieDoublure, bietet dem Buchbinder eine schöne, für den Schmuck ge-eignete Fläche. Obwohl auch hier der orientalische Einband Vorbil-

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