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sächlich in Österreich eine kleine Gruppe von Blinddruckbänden,welche mit schleifenförmig den ganzen Deckel innerhalb eines recht-eckigen Rahmens überziehenden Schriftbändern geschmückt sind. Derschwer zu entziffernde Text dieser Bänder ist auch schwer zu ver-stehen. Offenbar sind es Sprüche allgemeinen Inhalts, welche in solcherstarrter Form auf Bucheinbänden überliefert sind. Das bisher be-kannte Material ist im Jahrgang 3 /4 des „Jahrbuchs der Einbandkunst"zusammengestellt.
Das Supralibros, auch Superexlibris oder Außenexlibris, ist eines derhäufigsten Schmuckmittel für den Einband. Der Name sagt, daß dasBucheignerzeichen statt im Buche, außen auf dem Einband angebrachtwird.Der Einbandschmuck erhält damitaucheinepraktischeBedeutung.Auf den ersten Blick ist für den Kenner die Bibliothekszugehörigkeitzu erkennen. Und wie das graphische Exlibris durch die mannigfal-tigen Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung zu einem eigenenZweig der graphischen Künste geworden ist, hat das Außenexlibrisder Verzierung des Bucheinbandes immer wieder neue Anregunggegeben. Es tritt in den verschiedensten Formen und mit stark diffe-rierenden Ansprüchen auf. Wir finden es unauffällig und nur für denEingeweihten kenntlich in den Einbandschmuck verwoben, finden esals bedeutendes Schmuckelement und schließlich als beherrschendenTeil der Verzierung, ja als einzigen Schmuck der Deckelfläche.Am häufigsten ist das Wappensupralibros — entsprechend der Häufig-keit des Wappenexlibris und auch in der Zeit des Gebrauches über-einstimmend. Fast alle Einbandtechniken haben sich schon früh diesesSchmuckmittels bemächtigt. Der Lederschnittkünstler hat mit Vor-liebe das Wappen seines Auftraggebers zum Motiv für seine Verzie-rungsarbeit genommen — im Mittelalter sowohl, wie bei der Wieder-erweckung der Technik im 19. Jahrhundert. Auch die modernen Le-dertreibarbeiten, besonders für Familienbücher aller Art, schließensich an. Ähnlich ausdauernd ist das Motiv bei den vom Silberschmiedgeschmückten Einbänden; wir haben schon aus dem 15. Jahrhun-dert Beispiele von silbernen Wappenmittelstücken auf Samteinbänden;und wiederum sind es im 19. Jahrhundert Familienbücher, die mitVorliebe mit silbernen Wappen auf Samtgrund gebunden und in eineschützende Kapsel gelegt werden; daß sich die Einbandstickerei des
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