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ter Verwendung vor, die Stempel gehen in anderen Besitz über ohneÄnderung der Initialen, und selbst den Buchbesitzer, ja sogar den aufder Platte Dargestellten, bezeichnen diese Initialen manchmal. Es istalso stets genaue Nachprüfung nötig.
Buchbinder nennen aber auch in anderen Formen ihren Namen inden Einbandschmuck verwoben. Namensstempel auf Spruchbändern,wie sie häufig auf Einbänden des 15. Jahrhunderts vorkommen, sind,wenn sie nicht gerade Heilige bezeichnen, fast immer auf den Buch-binder zu beziehen. Auf solche Weise sind die meisten uns bekanntenBuchbindernamen des 15. Jahrhunderts überliefert, und nur so sindsie uns bekannt geworden, voran die Erfurter Meister: Fogel, Frenckel,Leßl und wie sie alle heißen. Nur manchmal nennt sich auf solcheWeise auch der Besitzer (wie stets zu vermuten ist, wenn das Spruch-band einen Ortsnamen enthält — beliebt bei Klöstern), so daß auchhier in jedem Fall Nachprüfung unerläßlich ist. Von den Buchbin-dern, die ihren vollen Namen auf Platten des 15. und 16. Jahrhun-derts nennen, war schon die Rede, ebenso von dem Auftreten dereigentlichen Buchbindersignatur bei Florimond Badier, die durch ihrBemühen, an möglichst unauffälliger Stelle des Dekors zu stehen,schon andeutet, daß sie als schmückender Bestandteil des Einbandesausscheidet. Gleichzeitig hält sie in neuer Form als Porträtstempel,freilich nur einmalig, bei Badier ihren Einzug in den Einbandschmuck.Auch die Anbringung der Signatur ist eine Geschmacksfrage und diegroßen Künstler haben delikate Lösungen gefunden. Selbst die mo-derne Großbuchbinderei bringt ihren Namen manchmal in Blind-pressung am Rückendeckel an.
Häufiger als die Ermittelung des Buchbinders mit Hilfe von Teilendes Einbandschmuckes gelingt die Feststellung des Besitzers, für dender Einband hergestellt wurde. Von den Besitzerinitialen, die aufEinbänden seit dem 16. Jahrhundert begegnen können, ist eine wich-tige Gruppe, die auf dem Renaissanceband italienisch-französischerArt übliche, noch unerwähnt geblieben. Sie soll im folgenden imZusammenhang mit den Hauptformen des Supralibros betrachtetwerden.
Nur eine besonders auffallende und in der ganzen Geschichte desEinbandes einzigartige Verwendung von Schrift auf dem Einbandmuß noch berührt werden. Es gibt aus dem 15. Jahrhundert haupt-
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