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Einführung in die Einbandkunde
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sich selbst in der Herstellung solcher Einbandbezüge versucht haben.Auch anderswo wurden sie Mode vor allem für Damen. Wirklichschöne Seidenbände findet man aber erst wieder in der Zeit, als Al-manache mit Seide bezogen und gemalt wurden; auch geschmackvolleStickereien sind auf diesen Bändchen vertreten, die ja nicht für denBücherschrank bestimmt waren und deshalb eine aus der Fläche her-austretende Verzierung wohl vertragen konnten. Für das Gebrauchs-buch waren gewirkte Muster angemessener; doch blieben Versuche,mit Gobelin Einbände zu beziehen, wie es im 17. und 18. Jahrhundertverschiedenen Ortes vorkam, ziemlich vereinzelt, wenn auch künst-lerisch Gutes geleistet wurde, das aber nicht auf Konto des Buchbin-ders geht. BrokatstofFe als Überzug trifft man auf mittelalterlichen Ein-bänden öfters.

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Auf den verschiedensten Grundstoffen, nicht nur, wie eben erwähnt,auf Seide, findet man gemalten Einbandschmuck. Am berühmtesten sindda jene Rechnungsbücher der Stadt Siena aus dem weiten Zeitraumvon 12581689, deren Holzdeckel von großenteils bekannten Mei-stern der Sieneser Malerschule mit Wappen und allegorischen Dar-stellungen in Ölmalerei auf Kreidegrund geschmückt sind. Malereimit Vergoldung auf Holz kommt auch andernorts in Italien im14. Jahrhundert vor. Malereien auf Pergament mit Nachahmung desSchmuckes von Ledereinbänden wurden schon berührt; es kamen aberschon im Mittelalter Miniaturmalereien auf Pergamenteinbänden vor und nicht nur auf Pergament; durch durchsichtige Hornplattenschützte man die empfindlichen Kunstwerke, so daß sie sich bis heutegut erhalten haben, obwohl gerade viel gebrauchte Chorbücher denVorzug solchen Dekors genossen. Ganz selten kam auch Ölmalereiauf Leder vor; häufig dagegen Hervorhebung des blindgedrucktenSchmuckes durch Lackfarben, wie vor allem in Südfrankreich undin Sachsen im 16. Jahrhundert, aber auch zur Betonung des Band-werks der Grolierbände und bei deren Weiterbildungen. Auch dieWappen und Besitzer-Monogramme und -Embleme erfuhren oftnoch eine Steigerung ihrer Schmuckwirkung durch Bemalung, selbstbei sonst weniger kostbar dekorierten Bänden. Mit dem Auftretender Almanache wurden auch Wasserfarbenmalereien beliebter. DasAnbringen von Elfenbeinminiaturen (Porträts mit Beziehung zum

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