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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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scher Darstellung abgelöst; das geometrische Ornament, die einfacheLinie, das Spiel der Flächen und Winkel, kam wieder zur Geltung.Material und Farbe begannen wieder ebenso zu sprechen wie derunaufdringliche Schmuck. Handgreifliche und unwägbare Faktoren,wie passendes Material, lesbare Aufschrift, zarte Andeutung einerStimmung, zur Harmonie aufeinander abgestimmt, vereinigten sich,um den modernen Einband praktisch und schön zu gestalten. Wievielmit Linien und Fläche, die beide auch zur Formung der Titelschriftdienen und dies ist eines der hauptsächlichsten modernen Schmuck-motive mit Bogensatz und sparsamen stilisierten Einzelstempeln zuleisten ist, zeigen die Einbände der bekanntesten deutschen Buchbinderunserer Tage, Otto Dorfner in Weimar, der die künstlerische Beschrif-tung beherrscht wie kein anderer, Otto PfafF in Berlin, dessen Arbeitendurch Farbe und Linie sprechen, und Ignaz Wiemeler in Leipzig, der diemoderne Einbandkunst um den lyrischen Ton bereichert hat.Die Aufwärtsentwicklung der deutschen Einbandkunst in den letztendrei Jahrzehnten gestattet es, die heutigen Leistungen denen der hoch-entwickelten Kunst in den nordischen und westlichen Ländern, vondenen der Anstoß kam, gleichzusetzen. Ganz unbeteiligt an der frü-heren Entwicklung in den anderen Ländern sind die deutschen Buch-binder nicht. Trautz war nicht der einzige erfolgreiche deutsche Buch-binder in Paris (Namen wie Muller, Engelmann, Kieffer, Wiener sa-gen genug); in England arbeitete seit den 40er Jahren Joseph Zaehns-dorf und mit und nach ihm sein Sohn; Otto Zahn leistete in AmerikaVorbildliches. Um wenigstens einige Namen von den Hauptträgernder modernen Einbandkunst im Ausland zu nennen, so dürfen inFrankreich die beiden Namen Marius Michel (Vater und Sohn), LeonGruel, Amand, Lucien Magnin, Charles Meunier, in England außerden Genannten die Guild of Women Binders, in Dänemark AnkerKyster nicht unerwähnt bleiben. In Deutschland haben Meister wieC. W. Vogt und W. Collin in Berlin, Karl Sonntag, Paul Adam undmanche andere die gute Werkstattradition auch in den Jahren künst-lerischen Tiefstandes aufrechterhalten; neue Anregungen gingen vonOtto Eckmann und Peter Behrens im Entwerfen aus, in der techni-schen und künstlerischen Bearbeitung von Paul Kersten in Breslau,dann in Berlin. Er ist auch der Begründer der ersten Vereinigung deut-scher Kunstbuchbinder imJakob Krauße-Bund" (1912, aufgelöst

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