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so locker, daß er umfällt und im langen Schiefstehen seine Form ver-liert, soll an den Regalseitenwänden keine Gelegenheit haben, durchReiben an scharfen Kanten beschädigt zu werden, soll nicht auf dünneSeitenwände von Bücherstützen aufgespießt werden; das Querlegenauf stehende Bände ist der Anfang aller Unordnung im Büchermaga-zin. Für den bewegten Band gelten als Pflegevorschriften Sorgfaltbeim Herausziehen aus dem Regal (nicht den Rücken abreißen), Ruhebeim Einstellen, Vorsorge gegen Beschädigungen beim Horizontal-und Vertikaltransport, der oft über große Strecken führt; nur beifester Verpackung kann auf gepolsterte Transportgerätschaften ver-zichtet werden. Wichtiger als alle Regeln zur Einbandpflege ist dieSorge für das Buch, das in der Bibliothek für späte Zeiten erhaltenwerden soll; und diese Sorge stellt als erste Forderung, daß das Buchüberhaupt eingebunden wird. Nur außergewöhnliche Verhältnisserechtfertigen die auch in größten Bibliotheken anzutreffende Ver-nachlässigung dieses Grundsatzes. Eine Verlagsbroschur mag noch sodauerhaft sein — die Aufgaben eines Einbandes kann sie nie erfüllen.Einige Bibliotheken gehen deshalb so weit, daß sie sogar den Ver-legereinband auf seine Bibliotheksfähigkeit prüfen und nötigenfallsdurch einen Handeinband ersetzen, ehe sie das Buch in Benutzunggeben. In der Regel begnügen sich die Bibliotheken damit, daß sienur geheftete Exemplare kaufen oder den Kauf des gebundenen Exem-plares von der Qualität des Einbandes abhängig machen, keinesfallsaber eine Verlagseinbanddecke kaufen, wenn nicht die Gleichmäßig-keit der Bände einer Reihe oder der Archivcharakter der Bibliothek esverlangt.
Der Grundsatz, Zusammengehöriges auch durch gleichen Einbandäußerlich als zusammengehörig zu kennzeichnen, der in Privatbiblio-theken manchmal bis zur Spielerei durch die völlige Gleichmäßigkeitaller Einbände getrieben wurde, und in der Form, daß gleiche Farbenfür gleiche Fachgebiete verwendet wurden, noch einen gewissen Sinnbehielt, ist in öffentlichen Bibliotheken an manchen Stellen auch mitdem ordnenden Charakter gleicher Farbe verbunden. Für die Kenn-zeichnung der Fakultäten an den Einbänden der Doktordissertationenleisten die Farben — im Einband oder wenigstens im Titelschild oderdurch aufgeklebte Farbplättchen — beste Dienste. So hat auch die
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