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An Leinengeweben, die als einzige Musterung die verschieden starkenFäden zeigen, sind zuerst die weitmaschigeren mit stärkeren Einzel-fäden in Gebrauch gekommen, so das ziemlich grobe Art linen, danndas etwas appretierte Buckram (mit einer mehr knötchenartigen Mu-sterung), das beim englischen Verlagseinband bevorzugte Material(Cloth), dem das deutsche Doppelleinen sehr nahe kommt, wenn auchdie englische Qualität nicht zu erreichen ist. Für dauerhafte Bändeempfehlen sich diese Stoffe am meisten. Lockere Gewebe, wie Canvas,können mit Papier gefüttert sein, damit sie mit dünnem Leim verarbei-tet werden können, ohne durchzulassen. Auch Naturleinen, das in sehrsatten Farben (auch indanthrengefärbt) geliefert wird, verbreitet sichimmer mehr als Stoff für den Gebrauchseinband, zumal wenn Gold-druck nicht nötig ist oder Schildchen verwendet werden können. AlsRohleinen ist es bei Geschäftsbüchern schon lange in Übung, beischwereren Bänden durch Moleskin oder Segeltuch ersetzt. Unter denNaturleinen, die immer feinfädiger verarbeitet werden und sich damitwieder zu jeder Art Schmuck eignen und auch dem Staub wenigerAnhaltspunkte bieten, ist das Bavaria-Leinen an seiner feingeperltenOberfläche, das Ballonleinen an seiner matten, aber seidig-glatten Ober-fläche zu erkennen. Besonders das letztere ist als Material für gefälliggeschmückte Verlegereinbände sehr verbreitet; ähnliche Leinenstoffe,im Spritzverfahren gemustert, eignen sich als Deckelbezug für Halb-bände besonders gut.
Gewebe sind auch die Grundlage für die abwaschbaren Bezugsstoffe,die als „Saxonialeinen,Dermatoid, Pegamoid" bekannt und als Leder-imitation verwendet sind. Die Appretur ist mit Zelluloidlösunglackiert; daher der durchdringende Geruch, der diese Stoffe für denguten Einband indiskutabel machen würde, wenn sie es nicht als ge-schickte Nachahmungen des edelsten Einbandstoffes schon wären.
Leder — das eine Produkt der tierischen Haut, das für den kunstvollenwie für den dauerhaften Einband lange Zeit das alleinmögliche Mate-rial war, für den ersteren das bevorzugte, für den letzteren eines derwichtigsten geblieben ist und es weiter bleiben wird; ein Material,zugleich widerstandsfähig und geschmeidig, fast unempfindlich gegenatmosphärische Einflüsse und mechanische Beschädigung, geeignetfür die verschiedensten Schmuckarten, Schnitt, Pressung,Vergoldung,
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