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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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worden wie beim künstlerischen Einband, ehe dieser das Unorganischesolcher Betonungen erkannte und nun Ecken und Seiten möglichstnach außen, sogar ganz unter den Überzug drängte, eine säuberlicheTrennung der beiden Elemente: Rücken und Deckel innehaltend undso erst die künstlerische Vollendung des Halbbandes ermöglichend.Der Halbband ist auch beim Masseneinband sehr beliebt gewesen, sei-ner verlockenderen Schmuckmöglichkeiten gegenüber dem material-echten Ganzband wegen; aber seit die Maschinen den Ganzband gleich-zeitig wirtschaftlich und künstlerisch herstellen können, geht die Ent-wicklung nach dieser Richtung, damit dem geläuterten Geschmackentgegenkommend.

Auch was Handeinband und Maschinen- oder Masseneinband ist, muß indiesem Zusammenhang erwähnt werden. Kein Einband heute oder infrüheren Zeiten kann ganz die Hand des Buchbinders, keiner ganz dieHilfe der Maschine entbehren. Selbst der raffinierteste Großbetriebmuß bei einzelnen Handgriffen die menschliche Arbeitskraft zu Hilfenehmenwo beginnt die Handarbeit ? Und ohne Werkzeuge kommtder geschickteste Handarbeiter nicht aus; zu den Werkzeugen gehörtauch die Schneidemaschine, die Stockpresse, die Heftmaschine woendet die Handarbeit ? Man hat wohl den Handeinband mit dem hand-gehefteten Einband gleichgesetzt; aber die Vervollkommnung derHeftmaschine erlaubt es, auch den individuellen Kunsteinband ma-schinell zu heften und ihn doch als Handeinband zu bezeichnen. Füralte Zeiten gilt eindeutig: Handheftung = Handeinband; für dieneueste Zeit muß die Gesamtherstellung im Auge behalten werden,und man wird mehr darauf achten, ob die Deckel maschinell bearbeitetsind. Während ein einzelner Einband maschinell gut geheftet werdenkann, ist die Deckelherstellung in der Maschine nur bei großer Auf-lage rentabel; Hand- und Maschinenband decken sich deshalb fastvöllig mit dem andern Paar: Einzel- und Massenband. Über die tech-nische und künstlerische Qualität der so bezeichneten Werkstücke istdamit noch kein Urteil ausgesprochen. Sortimentseinbände haben keinPrivileg, technisch vollendeter, Einzeleinbände keines, künstlerischhochwertiger zu sein als Masseneinbände.

Einige Verirrungen der Form, wie sie z. B. mit dem WortZwillings-band" bezeichnet sind, gehören zu diesen die Ergebnisse der techni-

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