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wird) ist die Arbeit zu solide. Ebensowenig hat man für die mittelalter-lichen Einbände, die in Pergamentumschläge gehängt sind, einen ein-heitlichen Namen.
Gan%- und Halbband — meist in Verbindung mit dem Überzugsmate-rial gebrauchte Bezeichnungen (ausschlaggebend für die Benennungist der Rücken) — scheinen eindeutige Benennungen. Aber auch hiersind Spielarten zu beachten. Die Breite des auf die Deckel übergreifen-den Rückenstoffes (des französisch „mors" genannten Teiles) und dieGröße der Ecken ist — meist korrespondierend — verschieden; dieVerwendung der Stoffverschiedenheit zur Aufteilung der Deckelflächewird immer mehr aufgegeben. Nicht immer ist der Deckelbezug desHalbbandes Papier, nicht immer sind die Ecken vom gleichen Stoffwie der Rücken. Die frühesten Halbbände haben überhaupt keinenDeckelbezug, was sowohl bei Holz als bei Pappe eigene Erwähnungverdient. Das Leder des Rückens greift bei diesen Bänden — seltenvor dem 15. und nach dem 16. Jahrhundert — meist bis zur Hälfteoder weiter auf die Deckel über und wird hier zur Dekorationsflächeungewöhnlichen Formates, auf der z. B. breite Rollen eine ausneh-mend gute, Platten nur schlechte Verwendung finden. Der Halbbanddieser Art auf Holz ist meist ohne Eckenschutz, der auf Pappe fälltdurch die aufgesetzten Eckstücke auf. Leder ist fast ausschließlich dasMaterial dieser Halbbände. In den Ländern und Zeiten der großenBibliophilie sind Halbbände als material- und schmucksparend so gutwie verpönt; erst das Überhandnehmen der großen Bibliotheken unddas Abrücken vom Deckelschmuck brachte den Halbfranzband, des-sen Schmuckmöglichkeiten hinter dem üblichen Band mit reichgezier-tem Rücken kaum zurückstanden.
Halb- und Ganzband sind in jüngerer Zeit beim Handeinband beinahedie Kennzeichen für Gebrauchs- und Kunsteinband, wenn freiüchauch der Halbband jetzt oft mit künstlerischen Ansprüchen auftretendarf (zumal die Scheidung zwischen Gebrauchs- und Kunsteinband,wie in allen Zeiten hoher Buchkultur, immer unberechtigter wird).Für den Gebrauchsband hat sich der Halbband durchgesetzt, seitdemdie Ersparnis an Material in Verbindung mit der Anpassung an dieBeanspruchung der einzelnen Buchteile als vorteilhaft erkannt war.So ist er zum typischen Bibliotheksband geworden. Schon aus Kalku-lationsgründen sind dabei Ecken und Seiten nicht so weit ausgedehnt
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