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zeigen wird, kaum eine Lage, in der sich nicht Einzelheiten einesBucheinbandes verraten, kaum eine Stelle, von der das prüfendeAuge nicht Schlüsse auf die Entstehung ziehen könnte.
Dem Kundigen zeigt schon das geschlossen hegende Buch, ob essachgemäß gebunden ist. Wenn an solchem Band der Deckel sperrt,das heißt am Schnitt etwas hochsteht, oder sich wölbt, so daß amSchnitt ein Hohlraum entsteht, hat der Buchbinder sein Handwerknicht verstanden. Ursache des Sperrens ist meist ein zu enger Rücken.Vor allem bei Bänden, die auf tiefen Falz gebunden sind, also Haib-und Ganzlederbänden, kann es vorkommen, daß der Raum für denEinschlag des Überzuges zu eng bemessen wurde und deshalb derDeckel nicht zum flachen Aufhegen kommt. Häufiger ist das Sperrenvon Bänden, die richtig aus der Hand des Buchbinders gekommensind, aber nach dem Lesen sich nicht mehr schließen lassen wollen.Schuld daran ist dann meist das steife Druckpapier, oder das geringeGewicht von Buchblock und Deckeln im Verhältnis zur Zähigkeitder Rückenleimung. Dies begegnet bei modernen Verlegerbänden,die auf federleichtes („Alfa"-)Papier gedruckt sind, so häufig wiebei alten Einbänden geringen Umfanges (z. B. Duodezbänden), beidenen der feste Rücken sich ebenso gegen das feste Zuschlagensträubt wie gegen das glatte Aufschlagen. Der Vorteil des hohlenRückens, der, auch wenn er nicht als Sprungrücken gearbeitet ist,wie eine Feder wirkt, wird hieran deutlich. Die alten Buchbinder,die den hohlen Rücken nicht kannten, schützten sich gegen dieseschwer vermeidbare, unliebsame Wirkung des festen Rückens da-durch, daß sie Schließen oder Verschlußbänder anbrachten. Selbstbei den schweren Holzdeckeln, die früher üblich waren, machtesich diese Maßnahme nötig, zumal in einer Zeit der hegenden Auf-bewahrung der einzelnen Bände, als das natürliche Aneinander-pressen der im Regal stehenden Bände noch nicht für den nötigenDruck auf den Buchblock sorgte. Nicht nur aus ästhetischen, auchaus buchpfleglichen Gründen muß das Sperren vermieden werden;denn das Eindringen von Staub ist für das Papier schädlich, ebensowie auch das beste Papier dauernde Einwirkung von Licht nichtverträgt.Häufiger als Einbände, die sperren, sind solche, deren Deckel sich
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