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Was dem gebundenen Buche, dem „Einband", seine Gestalt leiht,ist in der Hauptsache die technische Bearbeitung. Es sind also vorallem Einzelheiten der buchbinderischen Technik, welche bekanntsein müssen, will man wissen, warum ein Band gerade so und nichtanders aussieht; welche Gründe bestimmend gewesen sein könnten,ihn so zu gestalten; welche Schlüsse sich aus dem Zustand einesEinbandes ziehen lassen. Zudem muß die technische Bearbeitungdem künstlerischen Schmuck vorausgehen. Es ist daher in derOrdnung, wenn zuerst die technische Seite des Einbandwesens dar-gestellt wird, wenn überhaupt jede Einbandbetrachtung sich zuerstauf die Einzelheiten der technischen Bearbeitung richtet. Wenndabei auf die Bedürfnisse buchbinderischer, bibliothekarischer, anti-quarischer Praxis in der Weise Rücksicht genommen wird, daßmöglichst alle, wenigstens aber die wichtigsten vorkommendenMöglichkeiten bedacht werden, so kann dem Plan dieses Buchesentsprechend weder genetisch, noch ontologisch (wie es der Biologeausdrücken würde), noch systematisch vorgegangen werden; eskann weder die Entstehung des einzelnen Einbandes, noch die Ent-wicklungsgeschichte der Einbandtechnik gegeben, noch die Auf-zählung der Einbandarten vorweg genommen und zum Einteilungs-prinzip gemacht werden; vielmehr ist vom Einband, wie er sichfertig darstellen kann, auszugehen, und daran anschließend sind diehistorischen und technischen Möglichkeiten zu erörtern.Selbstverständlich kann solche Betrachtung nicht den ganzen Ein-band auf einmal umfassen; das Auge muß einen Teil nach demandern untersuchen und für diese von Einbandteil zu Einbandteilweitertastende Untersuchung sollen im Folgenden Hinweise gegebenwerden. Es ist das Beste, wenn dabei eine Reihenfolge eingehaltenwird, wie sie dem forschenden Auge beim Betrachten eines Ein-bandes von außen und innen natürlich ist. Denn es gibt, wie sich
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