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Einführung in die Einbandkunde
Entstehung
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zeitig in englischer Ausgabe erschien. Damit hat Theodor Gotthebgründlich und endgültig gebrochen. Als er den kleinen Führer einerEinbandausstellung mit dem ganzen wissenschaftlichen Rüstzeug,das ihm beim Aufbau der Ausstellung zu Gebote stand, zu einemTafelwerk mit wissenschaftlicher Einleitung und Beschreibung er-weitert hatte, schuf er damit eines der anregendsten Werke der ge-samten Einbandkunde, das ebenbürtig noch neben den bedeutendenspäteren Erscheinungen steht: Die Darmstädter Bestände sind 1921von Adolf Schmidt in einem Tafelwerk publiziert worden; wenigeJahre darauf legte M. J. HusungBucheinbände aus der PreußischenStaatsbibliothek" in einem Prachtband vor, der die Reihe der Ein-bandpublikationen der großen deutschen Bibliotheken zunächstwürdig abschließt, wenn auch die reichen Münchener Bestände, die vonOtto Glauning schon durchgearbeitet sind, einer Erschließung fürdie weitere Öffentlichkeit noch harren.

Die ausländischen Bibliotheken und Sammlungen stehen nichtzurück. In England hatte die Ausstellung des Burlington Fine ArtsClub den Anstoß zu einer wissenschaftlich und bibliophil vorbild-lichen Publikation gegeben, wertvoll durch den Text, den MißPrideaux und E. G. Duff verfaßt haben, wie durch die Abbildungen,welche die bedeutendsten aus ganz England zusammengekommenenEinbände für die Zukunft zusammenhalten. Die kostbaren Beständedes Britischen Museums sind von W. Y. Fletcher in 2 großen Tafel-werken bekannt gemacht, getrennt nach englischen und nach aus-ländischen Arbeiten. Schon früher waren die beachtenswertestenStücke der Pariser Bibliotheque Nationale von Bouchot in Abbil-dungen vorgelegt worden. Die späteren Gelegenheiten, bei denenPariser Einbände ausgestellt und abgebildet wurden, sind in einemAtemzug nicht aufzuzählen; beinahe alljährlich reiht sich ein neuerAusstellungskatalog an. Die ZeitschriftLes Tresors des biblio-theques de France" berichtet oft genug auch über Einbandschätze,die noch in vielen andern französischen Bibliotheken schlummern.Es wäre ungerecht, die Einbandkataloge der großen Sammler hierzu übergehen; ein für die Kenntnis des alten Einbandes so wichtigesWerk wie Ernst Philipp GoldschmidtsGothic and RenaissanceBookbindings" mit seinen über 100 Tafeln gehört hierher; und amEnde der Reihe von Katalogen französischer Privatsammlungen