der einer hervorragenden englischen Einbandkennerin und Ein-bandkünstlerin, Miß S. T. Prideaux in London, die als Anregerinder buchbinderischen Bibliographie angesehen werden muß;mehrfach sind ihre bibliographischen Zusammenstellungen in Zeit-schriften erschienen und ihrem Buche „Bookbinders and their craft"hat sie eine den damaligen Stand der Einbandkunde sehr gut reprä-sentierende Literaturübersicht angefügt. Wenige Jahre vor demWeltkriege wurde die Fachbibliothek von Miß Prideaux durch dasLeipziger Antiquariat Karl W. Hiersemann verkauft; der Katalogdieser Sammlung gehört zu den besten Literaturzusammenstellungender Einbandkunde. Eine über die bis zur Jahrhundertwende er-schienene einbandkundliche Literatur vor allem in den angel-sächsischen Ländern unter Hervorhebung des Wesentlichen gutorientierende Bibliographie ist auch das Verzeichnis einer in derColumbia University Library aus der Sammlung von Samuel PutnamAvery im Jahre 1903 veranstalteten Ausstellung unter dem Titel„Works on bookbinding... from the collection of S. P. Avery, NewYork."
Andere ausländische Bibliographien beschränken sich auf die ein-schlägige Literatur des betreffenden Landes. Als vorbildlich ist vorallem des Freiherrn Johannes Rudbeck „Svensk bokbinderibibliografi"zu nennen (Stockholm 1911). Auch für Deutschland gibt es außer Mejernoch eine Reihe Versuche zu erwähnen, teils vor dem Erscheinenseines Buches, teils spätere Ergänzungen. Zwei solche Versuchestammen von Paul Kersten, dem eifrigsten der deutschen buch-binderischen Fachschriftsteller. 1928 erschien von ihm im „Allge-meinen Anzeiger für Buchbinderien" (S. 999 ff.) „Das vollkommensteVerzeichnis der deutschen Buchbinderei-Literatur von 1644—1927"(auch als privater Sonderdruck unter dem Titel: „Die deutscheBuchbinderei-Literatur von 1644—1927"). Die recht fehlerhafteBibliographie (Berichtigungen im „Archiv für Schreib- und Buch-wesen", Jg. 3, 1929) bringt nur wenige Titel über Mejer hinaus undkann sich an Vollständigkeit höchstens in bezug auf Zeitschriften-artikel einzelner Autoren mit ihm messen. Schon 1915 hatte Kerstendas Verzeichnis seiner Bibliothek gedruckt vorgelegt: „Die Fach-bibliothek eines deutschen Kunstbuchbinders und Fachschriftstellers:Paul Kersten, Berlin." Dieses reichhaltige Verzeichnis, das von
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