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vorübersehen. In der Buchherstellung, im Buchvertrieb, in denBibliotheken und nicht zuletzt in den Kreisen der Bücherliebhaberwird das im gleichen Verhältnis wie die Verbreitung des Buchesüberhaupt gewachsene intimere Interesse an den Dingen des Buch-einbandes nicht mehr erlahmen. Aber die Vielfältigkeit der Anfor-derungen, die von anderen Seiten an Kenntnisse und Fähigkeitenund Arbeitskraft all dieser Diener des Buches gestellt werden, machtes fast unmöglich, daß die oft dringend nötige Kenntnis vomEinband mit den bis jetzt vorhandenen Hilfsmitteln erst erarbeitetwird. Die Ratlosigkeit, die solcher Einsicht bisher oft genug gefolgtist, soll durch dieses Buch beseitigt werden. Es hat also die dop-pelte Aufgabe: in das Gesamtgebiet der Einbandkunde einzuführenund auf täglich vorkommende Fragen aus diesem Gebiet raschAuskunft zu geben. Damit ist gesagt, daß es ein Anfang ist. Ausder Lektüre der folgenden Seiten allein wird kein vollendeter Ein-bandfachmann; und bei allen Einzelfragen werden nicht die letztenFeinheiten erörtert werden können; das alles würde dem Zweck diesesmit Bedacht in engen Grenzen gehaltenen Bandes widersprechen.Aber es wird nicht versäumt werden, an den selbstgewählten Gren-zen dieses Gebietes die Wegweiser aufzurichten, welche dem Weiter-strebenden die Richtung zeigen, die er einschlagen muß, um zumZiel zu kommen.
Die Beschränkung auf das Wichtigste, soweit möglich sogar aufdas Typische, für ein Werk, das der Einführung, der Vermittlungder Grundlagen, dienen soll, schon durch den Zweck geboten,wird auch durch die Rücksicht diktiert, daß auf engem Raum dasGesamtgebiet des Wissens über den Bucheinband dargestellt werdensoll. Diese Rücksicht befreit nicht von der Aufgabe, die Größedes Gebietes vor Augen zu führen und die Grenzen anzuzeigen,die durch Natur oder Übereinkommen gesetzt sind. Solche Be-trachtungsweise kann sich nicht erschöpfen in einer reinen Be-schreibung der Techniken; sie muß auch versuchen, zum Eindringenin das Wesen jeder einzelnen buchbinderischen Tätigkeit zu führen,zum Verständnis für den Sinn, die innere Berechtigung der Arbeits-gänge und -behelfe. Und ebensowenig kann es genügen, eine histo-rische Betrachtung auf die überlieferten Tatsachen zu beschränken;vielmehr verlangt das historische Material, daß es aus den Forderun-
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