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Düsseldorf und seine Umgebung
Entstehung
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es besser, indem viele „Kauf- und Handelsleute" zuzogen. DieVerbindungen nach Aussen wurden grösser, der Fremdenverkehrlebhafter; um die Mitte des 18. Jahrhunderts war etwa dieHälfte der Fremden Kaufleute*) und etwa die Hälfte der an-kommenden Schiffe (durchschnittlich 70 im Monat) hatte direkteLadung für Düsseldorf. Die starke Förderung, welche derHandel und namentlich der Rheinhandel durch die Thätigkeitdes „Handlungsvorstandes" am Schluss des vorigen Jahr-hunderts erhielt, als ein regelmässiger Schifffahrtsverkehr (Beurt-schifffahrt) rheinaufwärts bis Frankfurt und Mannheim, rhein-abwärts bis zur See eingerichtet wurde, fand bald sowohl indem hartnäckigen Festhalten Köln's an seinem Stapelrechte,als in den politischen Verhältnissen gefährliche Hindernisse.Freilich legte Napoleon den Sicherheitshafen an und er-liess manche Verordnung zum Vortheile des Düsseldorfer Handels,aber andere Verordnungen hemmten desto mehr. Auch nachherwurde eine freie Entwicklung erst durch die Eheinschiff-fahrts-Convention vom Jahre 1831 ermöglicht. Von daab begann ein schneller Aufschwung. Das Jahr 1831 ver-zeichnete an Ein-und Ausfuhr 142,126 Ctr., 1840: 1,296,777 Ctr.,1850: 1,581,541 Ctr., 1888: 46,102,038 Ctr.; hinzu kommt nochdie Aus- und Einfuhr zu Lande, deren Grösse durch den Eisen-bahnverkehr gerade für Düsseldorf in ausserordentlichemMaasse gewachsen ist. Längst schon entsprechen diesen Zahlendie Werft- und Hafenverhältnisse nicht mehr; aber auch diesenHemmnissen wird nun in absehbarer Zeit durch die neuenHafenanlagen im Süden der Stadt, die alsbald verwirklichtwerden sollen, abgeholfen werden. Dieser Vollendung derEntwicklungsfreiheit sieht die Stadt mit Spannung und Ver-langen entgegen.

Der Verkehrsgrösse entspricht die Lebhaftigkeit und Aus-dehnung der gewerblichen Thätigkeit. Das Handwerkhatte schon früh seine Stätte hier und fand bei den FürstenSchutz und Förderung; wie anderwärts, war das 15. Jahrhundertauch für das Düsseldorfer Handwerk eine Blütezeit; die Zünftegenossen fürstliche Privilegien, und das Wachsen der Be-völkerung gab immer neuen Aufschwung. Verkaufshallenerleichterten für manche Zweige den Vertrieb (z. B. für dieWollenweber). Grössere Betriebe (Spinnereien) erscheinen imletzten Viertel des 18. Jahrhunderts und wurden durch den„Handlungsvorstand" gefördert; für diese grösseren Etablisse-ments wirkte die Beseitigung der Festungswerke ganz besonders

*) Dabei darf man nicht vergessen,Hof viele Fremden nach Düsseldorf zog.

dass der landesfürstliche