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am Sonntag nach Kreuzerhöhung zugleich mit derGilde unserer lieben Frau ihr Jahrgedächtniss* hatte;auch befand sich in der S. Clemenskirche ein Kreuz-altar und ein altes, grosses Crucifix, das nach einemBericht aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sehr be-schädigt und deshalb in einen Seitenwinkel gestelltworden war. 1576 den 12. December wurde denVikaren Heinr. v. Baix und Bernh. Wennen aufgegeben,dass Beide abwechselnd an heiligen Tagen die Messeam Kreuzaltar lesen sollten. 2 Allein zu einer eigent-lichen Vikarie des h. Kreuzes kann es wohl nie ge-kommen sein. Am 26. Januar 1700 will KurfürstFriedrich III. den Bütger van Bebber mit den VikarienS. Jacobi et S. Catharinae, die der Schule zugewiesenseien, begiftigt sehen. 3 Das Stift behauptete stets,von einer Vikarie S. Catharinae nichts zu wissen.
Wie die Präbenden, so vergab auch der Landes-herr die Vikarien mit Ausnahme der Seelenmesse-Vikarie. Auch in Wissel wies Herzog JohannWilhelm wie an den übrigen niederrheinischenStiftern den Jesuiten eine Präbende zu. Jedocherhielten die Patres „aus Missverstand" 10 Jahre langnichts, bis durch Vermittelung der DechantenCaspar v. Ulft in Xanten und Johann v. Düssel-dorf in Bees 1620 ein von Theodor v. Raesfeld,Senior des Wisseier Kapitels, und Rektor Joh. Lotziusunterzeichneter Vergleich zu Stande kam, wonach diePatres an Stelle der Präbende 10 Jahre lang 140Thl. beziehen sollten. 4 Eine Präbende wurde aufdem Religions - Vergleich zu Bheinberg der Pfarrstellezugewiesen, eine andere am 3. Februar 1763 von der
1 Lib. memor. Alb. op den Kelre.
2 Terwelp 43. Protokolle f. 8.
3 Stift Wissel im Staats-Arch. zu Düsseldorf.
4 Ebendas.