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versetzt den ersten Stein mindestens in das 12. Jahr-hundert, hält aber dafür, dass er wahrscheinlich nochfrüher zu setzen ist. Ist diese ältere Kirche in Wisseletwa durch die Hochfluth von 860 abgetrieben oderdurch die aussergewöhnliche Ueberschwemmung desJahres 1014, die alle Deiche und Dämme überstieg? 1Ist auf letztere etwa auch die Entstehung der Dünenund die Ablagerung des Memoriensteines in denselbenzurückzuführen ? Vielleicht stösst man in Wissel nocheinmal auf die Trümmer des 1765 weggeräumtenGrabmals des h. Luthardus; denn es ist nicht un-wahrscheinlich, dass man diese auf dem Kirchhof oderin dessen Umgebung vergraben hat; in Bedburg hatman es mit den zerstörten Grabmälern der ClevisehenGrafen so gemacht.
In der älteren Kirche zu Wissel diejenige er-kennen wollen, worein im Anfang des elften Jahr-hunderts die Leute des Grafen Balderich vonUplage vor der Gewalt des Grafen Wichmanvon Westfalen flüchteten, erscheint uns zu gewagtund auch in sich unwahrscheinlich. Füglicher denktman hier an Altcalcar.
Auch die Annahme, dass in den Fehden zwischendem Erzbischof Friedrich v. Köln und KaiserHeinrich V. die Kölner Bürgerschaft in das Gebiet desdem Kaiser treugebliebenen Grafen Diedrieh vonCleve eingefallen sei und 1115 die demselben zuge-hörende Burg Wissel belagert und zerstört babe,möchten wir nicht theilen. Allerdings sprechen dieAehnliehkeit des Namens, die Lage von Wischele imGebiete des Grafen Diedrieh von Cleve und der Um-stand, dass dieser in dem Streit stets auf Seiten desKaisers stand, für Wissel bei Cleve; allein dagegen
1 Annal. Saxo ad an. 1014.