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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Dann bestellen noch das Pont- (27) und Marschierthor (51),der Lange-Timrm (69), die Marienburg (29), der Laven-steinchen- (59) und der Pfaffenthurm (65). Von denletztern ist die Marienburg in ihrem obern Theile sehrzerfallen und mit dichtem und hohen Gesträuch bewachsen.Diese wenigen und theils zerfallenen Gebäulichkeitenbilden den letzten Eest der ehemaligen stolzen Befestigungunserer Stadt. Von der Opferfreudigkeit und Thatkraftder aachener Bürger geschaffen, ist sie durch den Um-schwung der Verhältnisse zu Grunde gegangen. Der Gürtel,der im 14. Jahrhundert —■ für die "Stadt zu weit —geschaffen war, wurde im 19. zu enge und musste, nachdemer bereits in früherer Zeit seinen Zweck, der Stadt alsSchutz zu dienen, verloren, derselben jetzt nur eineEinschränkung und Last sein. Infolge der Vermehrungder Bevölkerung und der Vergrösserung der Stadt wardie Sprengung dieses Gürtels eine Nothwendigkeit gewor-den. — Wir Bürger haben keine Ursache, uns darüberzu beklagen; hat doch die Stadt dadurch an Begel-mässigkeit und Ausdehnung, sowie an Schönheit und ge-sunder Lage nur gewonnen. Nur mögen die wenigen unsnoch übrig gebliebenen Beste nicht ohne dringende Nothentfernt werden, da jeder Stein derselben Zeugniss gibtvon wackern und fleissigen Bürgern, deren Streben war,ihre Stadt im höchsten Glänze zu sehen. Wir dürfenjedoch dabei nicht aus den Augen lassen, dass, wenn dieseBefestigung auch einst zum Nutzen und Wohl der Stadterbaut worden, dieselbe, nachdem sie veraltet, auch zudemselben Zweck entfernt werden möge. Wenn wir auchmit Wehmuth diese alten lieben Mauern, welche derStadt so oft Schutz gewährten, entfernen sahen, so sagtenwir uns, dass es zum Wohle der Stadt uud der Bürgergeschehe, und das Wohl der Bürger ist oberstes Gesetz.