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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Peterskii'che angebrachte Alarmglocke, welche gleichzeitigmit der der St. Jacobskirche im Jahre 1251 gegossenwurde, findet sich noch daselbst vor. ')

Die damaligen unsichern Zeiten erheischten seitensder Stadt die grösstmügliehste Vorsicht zum Schutze gegenUeberfälle und sonstige Angriffe. Dazu waren die Thorehäufig am Tage geschlossen und wurden nur in besondernFällen geöffnet; zur Nachtzeit geschah dies niemals. Wirfinden diese Thatsache dargestellt in einer Bittschriftder Stadt an den Papst Alexander IV., in welcher seitensder Stadt darum gebeten wird, dass den Kaplänen an dreiausserhalb der Wallmauern liegenden (Japellen, wahr-scheinlich des hl. Jacob, des hl, Peter und des hl. Juliangestattet sein möge, den Kindern die heil. Taufe und denKranken die heil, letzte Üelung ertheilen zu dürfen. ZurBegründung dieser Bitte wird mitgetheilt, dass die Stadt-thore Nachts beständig geschlossen und in keinem Fallegeöffnet werden dürften. Die Gewährung der Bitte 2 ) lässtdie darin angeführten Thatsachen als richtig und dieBeweggründe als gerechtfertigt erscheinen.

Die Schwäche der Reichsregierung, durch welche sichdie damaligen unruhigen und unsichern Zustände gebildethatten, legte es der Stadt auf, sich nach geeignetenBündnissen umzusehen, da kleine Reichsgebiete ohne solchedem Raub und der Bedrückung mächtigerer Nachbarnstets ausgesetzt waren. Die Stadt schloss dalier mit benach-barten Reichständen sowie auch am 15. August 1257 mitdem Herzog Walram von Limburg ein solches Bündniss. :i )Der Herzog von Brabant erklärt am 25. Mai 1277, dieStadt in seinen Schutz nehmen zu wollen, wogegen die

!) L oorscli, in der Zeitschr. des Aach. Gcsch.-VereinsIV, 323.

-) Quix, Gesch. der Peterspfarrkircho, Urk. No. 7 u. 8.3) Quix, Cod. dipl. aq., Urk, 219, S. 146.