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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Otto IV. am 11. November desselben Jahres zu Frank-furt als König anerkannt. Um sicli der Stadt Aachen,in welcher viele Bürger ihm abgeneigt waren, zu ver-sichern, wurde von seiner Partei daselbst zwischen denJahren 1208 und 1215, ein mächtiger Bergfrid, derjetzige Granusthurm (24), erbaut, in welchem sie erforder-lichenfalls Schutz finden und sich zur Wehre setzenkonnten. Auf einem massiven, kräftigen, unter dem gan-zen Thurm durchgehenden Fundamente, wurde der mäch-tige, etwa 8,80 m im Quadrat grosse Thurm bis aufeiner Höhe von 25,80 m errichtet. Die Höhe des Mauer-werks war in fünf Geschosse eingetheilt, von denen daseine unterhalb, die übrigen oberhalb der Flurhöhe deskarolingischen Beichssaales lagen. Vom zweiten Geschosseaus führte eine in der 3,20 m starken Umfassungsmauerliegende, 0,95 m breite Treppe bis zum untern Geschosse,das später zu einem Gefängniss eingerichtet wurde, hinab.Eine andere, ebenfalls in den Mauerdicken liegende undvon kleinen Fenstern erleuchtete Treppe führte vom Eeichs-saal aufwärts zu den obern Geschossen. Innerhalb dieserringsum in den Mauerdicken liegenden Treppe befindensich in den verschiedenen Geschossen die nur 2,50 m imQuadrat haltenden hochüberwölbten Bäume, von welchenjedes Geschoss nur einen enthält. An den vier äussernEcken des Baues, etwa 2,00 m unterhalb des Daches,wurden auf Kragsteinen runde Thürmchen aufgesetzt, diemit einem spitzen, konischen Dache abgedeckt und zwischenwelchen Zinnen aufgemauert waren, hinter denen sich derAnfang des Daches ansetzte. Letzteres, steil und spitz,fiel nach den vier Seiten des Thurmes ab.

Der Granusthurm allein bot in seinem Innern nichtBaum genug, um eine nur einigermassen hinreichendeBesatzung aufzunehmen, allein er diente als Kern undBergfrid zu einer Fortificationsanlage, in welche ein Theilder Gebäude der alten Pfalz gezogen war. Mit dem