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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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es war durch das Eeich selbst geschützt. Auch ist beiden vielen Aufgrabungen, welche in hiesiger Stadt ge-schehen, nirgendwo in der Erde Mauerwerk gefundenworden, welches auf eine Befestigung hingedeutet hätte.Daher schweigen auch die älteren Geschichtsschreiber übereine Befestigung der Pfalz; Einhard, der Biograph Karlsd. Gr., der so manches über dieselbe berichtet,') sprichtnirgendwo von einer Befestigung derselben, ebenso diefast gleichzeitig oder kurz nachher lebenden BischöfeTheodulf von Orleans und Flodoard von Bheims. Auchlassen die Capitularien Karls d. Gr. an keiner Stelle er-kennen, dass die Pfalz mit einer Befestigung umgebengewesen sei. Es war überhaupt nicht fränkische S'Me >Burgen im Innern des Reichs anzulegen, weil sie es nichtals für das Beich passend erachtete. So liess Karl dieMauern der Stadt Verdun, um den dortigen Bischof, Peter,wegen einer Verschwörung zu strafen, abtragen und dieSteine derselben nach Aachen zum Baue der Pfalz brin-gen. 2 ) Ludwig der Fromme überliess an Ebbo, Bischofvon Bheims, die Steine der Bheimser Stadtmauern, umseine Kirche damit zu bauen. 8 )

Aus der spätem Geschichte lässt sich schliesseu, dassauch unter den Nachfolgern Karls d. Gr. die hiesigePfalz nicht befestigt wurde. So sah Kaiser Lothar, derSohn Ludwigs d. Fr., im Jahre 842 sich genöthigt, aus

1) Einhard, Leben Karls d. Gr. Der selbe: Uebor-tragung dor Rel. des hl. Marcellinus und Petrus.

2 ) So berichtet Hugon. Flaviniae ad anü. 788 boi Bouquot,Toni 5, pag. 373, doch dürfte diese Nachricht bezweifelt wer-den. Wenn auch, wie Prof. Bock (Bathh. S. 16, Ann. 3) be-richtet, Professor Nöggerath unter den zum Baue des Münstersvorwendeten Steinen Jurakalk gefunden hat, so dürfteil dieseStoino doch nicht von Karl d. Gr., sondern eher von den Rö-mern hierhergebracht worden sein.

3) Flodoard, Hist. Rom. II, 19.

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