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Geschichte der Grafschaft Moers
Entstehung
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Bataver am Rhein wohnenden Cngcrner ^, diese Sngambrcr-Cngerncrdiirfen wir also als Vorfahren der Grafschaftcr betrachten.

Die folgenden Kämpfe berühren die Grafschaft kaum: nach derNiederlage des Barns im Tentobnrger Walde rettete sich die römischeBesatzung ans Aliso an der oberen Lippe nach Vctera, nnd uon hierans führte Germaniens, Drusus Sohn, die Legionen über den Rheindie Lippe hinauf, nm an den Deutschen Rache zn nehmen.

Das linke Rheinufer blieb in ruhigem Besitze der Römer.Unsere Gegend lieferte ihnen die Siserpflanze < Zuckerwurzel), wiePlirrius in seiner ?tatnrgcschichtc 19,28 erzahlt: Auch die Zucker-ivurzcl hat Kaiser Tiberins bekannt gemacht, indem er sie alle Iabreaus Deutschland forderte. Gelduba lGellep bei Ürdiugcu) heißt einam Rhein gelegenes Castell, wo sie vorzüglich gedeiht. Daraus er-hellt, daß sie für teilte Gegenden geeignet ist. Schon Hvraz tcnntdiese Pflanze: in der achten Satvre des zweiten Buches, verspottet erdie Genußsucht derer, welche durch allerlei Mittel, auch die Siscr-pflanze den erschlafften Magen znm Essen reizen.

Aber zur Zeit der Zerstörung Jerusalems im Batavertriegewurde uuscrc Grafschaft Kriegsschauplatz. Als nach Neros Tode dierömischen Legionen in Köln ihren Feldherren Vitcllius znm Kaiserausriefen, entstand ein Krieg, den der Bataver Livilis benutzte, umsich von der Römerhcrrschaft zu befreien. Er faud Unterstützung beirechts- und linksrheinischen Germane» nnd belagerte (^ugtiu vstsrs.Bon dort sandte er eine Abteilung unter der Führung des JuliusMaximus und seines Schwestcrsohns Claudius Bictor gegen ein rö-misches Heer unter Bocula. Die Deutscheu uahmcu das WinterlagerAx'ibnrginm nnd drangen in Gelduba, das Lager der Römer, ein.So unvorbereitet warm diese, daß sie ihre Schlachtordnung nicht auf-stellen tonnten und thuen die Feldzeichen geuommcu wurden. Da kamden Römern plötzlich Hülfe, vvn einer ncn einrückenden Schar wnrdcudie Deutschen im Rücken gefaßt, fic glaubten es sei ein Heer ausReich vdcr Mainz, ihr Fußvolk wurde geschlageu, die Reiterei entkam,führte aber die gcuommeucu Feldzeichen nnd Gefangenen mit." Aberdie Ordnung im römischen Heere löste sich auf, der tapfere Boculawurde vou einem römischen Überläufer uicdergestoßcn, die Festungen