Die alte Grafschaft Mors, deren Geschicke auf diesen Blatternerzählt werden sollen, wird im Osten begrenzt durch den Rhein vonFricmcrshcim bis Orsoy, dieses gehörte nicht zur Grafschaft, imNorden durch die turtoliiischc Enclave Nhciubcrg, im Westen stieß siean das Herzogtum Gelder», im Süden an das Erzbistum Köln, zndem Hüls, Traar uud Budberg gehörteu, wahrend Crefcld mit seinerUmgebung wieder einen Teil der Grafschaft bildetet
Die Römerzeit.
Die älteste Kunde über die Landschaft erhalten wir durch dieRömer, Im Wiuter 56—55 vor Chr. überschritten die Usipeteuuud Teuctcrcr, deutsche Völkerschaften, 430,000 Köpfe start den Nieder-rhein vielleicht bei Klevc, Sie lebten den Winter von den Vorrätender Mcuavier, bei ihrer großen Anzahl müssen sie sich auch südlichnach Geldern und Mors ausgedehnt haben, um gcuug Lebeusinittelzu habeu. Caesar, damals mit der Unterwerfung Galliens beschäftigt,zog ihnen entgegen und kam so in diese Gegend: er vernichtete siedurch eiueu verräterischen Überfall während eines Waffenstillstandesund jagte die Reste über den Rhein zurück, welche bei den Sugam-vrern an der Ruhr Aufnahme faudeu. So war der Rhein die Grenze:und die Landschaft ein Teil des römischen Reiches. Der Rhein warzwar die Grenze, aber eine Völterscheide war er nicht, da schon vonAlters her Deutsche ans dem linken Rheiunfer wohnten. Die rechts-rheinischen Deutschen machten wiederholte Versuche, den Fluß zn über>schreiteil. Im Jahre 16 v. Chr. begann eine allgemeine Bewegung,die Sngambrer an der Ruhr mit ihren Nachbaren, den Usipetcn undTencterern, griffen die bei ihnen verweilenden römischen Kaufleute anf,