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Geschichte der Grafschaft Moers
Entstehung
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Da werden Sie wohl Gefangene gemacht haben? — Ja wohl,Euer Majestät.

Inzwischen waren der Kaiserin die Damen Uom Vorständedes vaterländischen Frauenvereins, Frau Laudrat von Laer,Fran Licbrecht »nd Frau Superintendent Schürman», sowieFrau Bürgermeister Craemer vorgestellt worden. GrafschaftcrFranen kamen iu der Landestracht, um heimische Produkte zuüberreichen. Dabei sprach Fränlciu Averduuk aus Ncukircheufolgenden von Diedr. Vrinleu-Moers verfaßten Vers:

Wei komme mct Botter, Kccs, Honig cm Krnt,Nehm, Landesmotter, die War se ös gut,Dnt Krut ös van Aeppcl, die Botter van Melk,Ons Tren für dcch, Königin, niemols verwelk!

Die Kaiserin wollte gern in Erfahrung bringen, ob dieTracht nur zum heutigen Tage angelegt oder ob fie noch inMode sei, und freute sich, daß wenigstens die Alten an deralten Tracht festhielten.

Neben dem Kaiserpavillun hatte sich eine Familie aus As-berg aufgestellt, bei derem jüngsten Sohne der Kaiser Pateustelleaugeuommeu hatte. Der Kaiser trat heran und fragte die Mutter:„Ist das mein Pateukiud? Wie heißt er denn?" — „Wilhelm!"

— „Das ist ja ein prächtiger Iuuge!" Und obwohl das Kindweiute und sich au der Mutter festhielt, nahm die Kaiserin dasKind auf ihren Arm, reichte ihm ihre Halskette zum Spielen,aber alles half nicht, der Junge brüllte weiter. Auch der Kaiserwollte das Kiud an sich nehmen, aber die Kaiserin wehrte ihmund sagte: „Laß' sein, Wilhelm, das Kind weint ja so bitterlich!"Da bemerkte der Kaiser schalkhaft: „Als ich so ein kleiner Inngewar, bin ich auch nicht auf jedermauns Arm gegangen!" ZumVater gewaudt fuhr der Kaiser fort: „Also sieben strammeIuugcns, nnn sechs Knaben habe ich anch, aber das siebente istein Mädchen. Sollen denn das alle meine Soldaten werden?"

— „Gewiß, Majestät!" — Eingehend erkundigte sich noch dashohe Paar nach den Kindern, wie der Milchhaudel gehe undschenkte dcni Valcr für seinen Jüngsten einen Huudertmarkschein.

Inzwischen waren auch die Vertreter der Grafschaft(Deputierten des Festausschusses) herangetreten, mit denen der