Noers im Jahre ^tz?4, van Aorden gesehen.
^o nicht mehr die Ufer des Rheins von Sagen nmwoben,-^^^ von Rebenhügelu nmkränzt, von ragenden Burgengeschmückt das Ange erfreuen, wo das Kind der Berge durchdas breite Flachland an qualmenden Kaminen nud geräuschvollenFabriken uurüvereilt, wo das Lied „An den Rhein, au deu Rheiu,Zieh' nicht an den Rhein!" von dem lustigen Leben, dein ewigenDom, von der Stromnixe nnd dem bezaubernden Laut seiueGeltung verloren hat, wo auch die Menschen nicht mehr so freiund lustig sind, sondern ernst und gemessen einhergehen, wo wieeine schwarze Flut unaufhaltsam die Industrie sich vorwärtswälzt und mehr uud mehr der Bauer von der Rheiukaute indas Hinterland oder in die Stadt Vertrieben wird, wo dieMäuucr starkknochig, ernst und verschlossen einherschreiten nnddie Frauen, zum Teil noch im Schmuck der grcmeu seidenenMütze, iu Haus uud Hof walten, wo Land uud Leute derholländischen Art sich uäheru, da liegt am linken Rheinufer vonFriemersheim bis Orsoy, im Norden durch die kurkoluischeEuclaue Rheiuberg, im Westen durch das Herzogtum Geldern,im Süden durch das Erzbistum Köln begrenzt, die — Graf-schaft Moers.
Früher hat auch ein Stück Laud auf dem rechten Rhein-ufer zur Grafschaft gehört; die Muerser Weiden oder Grinden,das Casseler Feld in der Nähe uun Duisburg. Von dorther