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Kampfplatz und übergab bei seiner Rückkehr nach Italien imJahre 13 den Oberbefehl seinem Stiefsohne Drnsus, der vonseinen Siegen den Namen Germaniens erhielt. Dieser ersticktedie Bewegung im römischen Gebiet, ehe sie recht in Gang kam,warf die Eindringenden, während sie den Fluß überschritten,zurück, giug seinerseits über den Rhein und brandschatzte dasGebiet der Usipeten und Sugambrer. In deu Jahren 12—9unternahm er siegreiche Züge bis zur Elbe und legte währenddieser Zeit am linken Rheinufer zur Deckung der Übergänge mitmeisterhafter Wahl der Örtlichkeiten Kastelle an, deren wichtigsteCastra vetera auf deni Fürstenberge bei Birten, südlich von Xantengelegen, und Mainz waren. Diese beiden Puukte wareu gewählt,weil sie uicht nur zur Verteidigung gut geeignet waren, sondernauch, den beiden größten rechtsrheinischen Nebenflüssen gegenübergelegen, als Ausgangspunkte für Einfälle nach Deutschlanddienten. Um diese beiden Waffenplätze zn verbinden, wurdenzwischen ihnen kleinere Festungen angelegt, unter denen uns dasin unserer Grafschaft gelegene Ascibnrgium am meisten interessiert.Es liegt in der Mitte zwischen Xanten und Neuß, auch einemalten Römerlllger, von jedem etwa einen Tagemarsch entfernt.Nach Tacitus (Germania, Kap. 3) könnte Asberg ein sehr hohesAlter zugeschrieben werden. Er berichtet darüber: „Auch Ulysses,meinen einige, habe, auf seiner langen nnd fabelhaften Irrfahrtin dieses Meer verschlagen, Germaniens Buden betreten und dasnoch heute bewohute Asciburg am Rheiu gegründet und benannt.Sogar einen dem Ulysses geweihten Denkstein, mit beigefügtemNamen seines Vaters Laertes, will man an demselben Orte einstgefunden haben, und uuch sollen einige Denkmäler und Grab-hügel mit griechischen Inschriften an den Grenzen Germaniensund Rhätieus vorhanden sein. Dies möcht' ich so wenig mitBeweisen erhärten als widerlegen: nach Sinn uud Gefallenmag's jeder glauben oder bezweifeln." Tacitns selbst hat andiese Mär uicht geglaubt. Der Stein, auf dem die NamenUlysses und Laertes gestanden haben sollen, ist jedenfalls einDenkstein für Gallier mit ähnlichen Namen gewesen. Diesewurden dann von den Römern auf die beiden Griechen gedeutet,wie ja die Alten in dergleichen Dingen sehr sorglos gewesen sind.