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mußten vor Zeiten alle Güterübertraguugeu vor dem HombergerSchultheiß und seinen Schöffen stattfinden, und die Leutegehörten zur Kirche in Haleu. Erst nach dem Baseler Frieden1795, als das linke Rheinufer französisch wurde, wurde dasCasseler Feld von Moers getrennt und uuter die Verwaltungvon Duisburg gestellt.
Die Zugehörigkeit dieser Laudstrecke zur Grafschaft hatteihreu Grund darin, daß der Rhein etwa bis 1270 vuu Asbergaus durch das Esseuberger Bruch, in nordöstlicher Richtung dichtbei Duisburg vurüberfloß, so daß das Casseler Feld auf demlinken Rheinufer lag.
Die liömer^eit.
^ie älteste Kunde über die Grafschaft erhalten wir durch^^ die Römer. Im Winter 56—55 vor Chr. überschrittenUsipeten und Tencterer, germanische Völkerschaften, 430000 Mannstark, den Niederrhein, etwa bei Cleve. Den Winter über lebtensie von den Vorräte»: der Meuavier und müssen sich bei ihrergroßen Anzahl südlich bis Geldern uud Moers ausgedehnt haben,um genügend Lebeusmittel zu gewinnen. Durch sie wurdeJulius Cäsar in unsere Gegend gezogen; durch einen ver-räterischen Überfall während eines Waffenstillstandes vernichteteer sie und jagte die Reste über den Rhein, wo sie bei denEngambrern an der Ruhr Aufnahme fanden. So wurde derRhein die Grenze und die Landschaft ein Teil des römischenReiches. Jedoch war der Rhein nicht die Völkerscheide, dennschon von altersher haben Germanen das linke Rheinufer bewohnt.Die rechtsrheinischen Deutschen machte» wiederholt Versuche, denFluß zu überschreiten. Im Jahre 16 vor Chr. begann eineallgemeine Vülkerbewegung; die Sugambrer gemeinsam mit denUsipeten und Tencterern griffen die bei ihnen verweilendenrömischen Kaufleute auf, schlugen sie aus Kreuz, überschrittendeu Rhciu, besiegten die fünfte Legion und erbeuteten derenAdler. Auf diese Kunde hin eilte Augustns selbst auf den