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Ueber zwei Fälle von Hemicephalie
Entstehung
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Spätere Beobachter wie Tiedemann, Gerutti,Kelch, Spezza, Marschall, Hall, Henscheund andere, wiesen auf die ziemlich häufige Erscheinunghin, dass an Stelle des Gehirns entweder cystenförmigeHöhlen oder eine allgemein mit seröser Flüssigkeit ge-füllte Blase vorhanden sei. Dieser Umstand unterstütztedie Ansicht Haller' s und Morgagni's von der Be-deutung der Kopfwassersucht für die Entwicklung dieserAnomalie.

Eine noch grössere Bedeutung erhielt diese Hypo-these durch Foerster. Er sagt geradezu, dass dieHemicranie nur eine der Erscheinungen der Kopfwasser-sucht bilde. Seiner Meinung nach zerrissen nämlich diehöheren Grade derselben den entstandenen Schädel desEmbryo und hemmen auf diese Weise seine weitereregelmässige Entwicklung.

Derselben Ansicht waren Gurlt und Panum.Dareste stimmt mit Geoffroy St. Hilaire darinüberein, dass die Hemicephalie die Folge einer Entwick-lungshemmung sei, meint jedoch, dass die Ursache, welchedie Bildung der nervösen Elemente verhindern, in einerbeträchtlichen Vermehrung der serösen Flüssigkeit zusuchen sei, welche ihre Höhlen erfülle. Diese abnormeAnhäufung von Flüssigkeit, die, wie er glaubt, ihrenGrund in tiefgreifenden Veränderungen des Blutes findet,gehe der Bildung von nervösen Elementen voran, lassejene überhaupt nicht entstehen, könne sie also nichtzerstören, wie H aller und Morgagni meinten. AufGrund späterer Beobachtungen ändert er jedoch seineAnsicht, die er folgendermassen modificirt: Wenn inFolge einer mangelhaften Entwicklung des capuchoncephalique des Amnions, welches auf das Kopfende desEmbryo drückt, die Medullarplatte in ihrem Wachstumstehen bleibt, so fährt die seröse Flüssigkeit, welche

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