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Basis und kleine Strecken der seitlichen Partieen diesesPrimordialschädels knorpelige Beschaffenheit (das sogen.Primordialcranium), worauf im dritten Monat, die Um-wandlung in Knochen stattfindet. Das Dach und dergrösste Teil der seitlichen Partieen erhalten nie knorpe-lige Beschaffenheit, sondern gehen direkt aus dem häu-tigen Primordialschlauche ohne das Zwischenstadium derKnorpelbildung im vierten Monat in Verknöcherung über.
Heute, wo diese Verhältnisse ganz genau bekanntsind, nimmt die Mehrzahl der Autoren an, dass die Hemi-cephalie entstehe durch Platzen des hydropischen Schädelsin einer frühen Zeit etwa in der 4. Woche der fötalenEntwicklung. Schon Haller und Morgagni hattendie Ansicht aufgestellt, dass die Anencephalie von derangeborenen Kopfvvassersucht abhänge, welche die Ge-webe des Gehirn- und Rückenmarks zerstöre und, in-dem sie die Häute desselben ungemein ausdehne, dieSchliessung der Schädelhöhle und Wirbelsäule ver-hindere.
Diese Ansicht war lange die einzige Erklärung derEntstehung, dieser Missbildung bis Meckel und St.H i 1 a ir e sie durch eine Entwicklungshemmung erklärten.Von dem Gedanken ausgehend, dass die Entwicklungdes Schädels mit der Entwicklung des Gehirns in Ver-bindung stehe, stellt sich G. St. Hilaire die Entwick-lung der Hemicephalie folgendermassen vor. In einembestimmten Stadium des embryonalen Lebens stellen ver-schiedene Teile des Gehirns und des Rückenmarkes mitFlüssigkeit gefüllte Blasen dar. Fahren diese Blasenfort sich zu vergrössern, während die Gehirnelementesich zu gleicher Zeit nicht mehr weiterbilden, so ent-fernen sich die rechte und linke Hälfte des Schädelsund der Wirbelsäule von einander und verhindern derenVereinigung.