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Ueber zwei Fälle von Hemicephalie
Entstehung
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mittags 2 Uhr zeigte sich genügende Oeffnung bei kräf-tigen Wehen. Die Blase wölbte sich weit vor undwurde mit dem Fingernagel künstlich gesprengt. So-fort stürzten riesige Mengen von Fruchtwasser vor, beijeder Wehe wiederholt, im Ganzen 10—12 Liter. Beider vierten nach dem Blasensprung folgenden Wehekam das Kinde ohne jede Hülfe heraus. Das Kind wartot und zeigte den vollständigen Mangel des Schädel-daches und Spaltung der obersten Halswirbel. Die Nach-geburt folgte auf leichtes Reiben des Fundus sofort.Die Blutung war gering, der Uterus kontrahierte sichgut. Etwa zwei Stunden später fiel die Frau in gesun-den Schlaf, aus dem sie leider durch das Rütteln vonden unverständigen Angehörigen geweckt wurde. DaraufSchwäche und Schwindel. Abends zeigte sich einestarke Blutung, wahrscheinlich in Folge von Atonie desUterus. Es fanden sich in dem mit Blutgerinsel ge-füllten Uterus keine Eihäute oder Placenta-Reste. Jodo-formgaze-Tamponade, roborierende Getränke; Eis aufUnterleib. Die Blutung steht, wiederholt sich auchnicht. Am folgenden Tage Mittags wegen Anurie Kathe-terisation. Dies war nur einmal nötig, da schon amselben Abend die Urinentleerung ohne Beschwerden undohne Nachhülfe vor sich ging. Seitdem langsame Er-holung. Die Schmerzen in der linken Seite bestandennoch fort, waren jedoch nicht mehr so heftig. Wochen-fluss wie gewöhnlich.

Urin zeigte während der Schwangerschaft und imWochenbett keine Spuren von A. und G. Zu bemerkenist, dass auch bei direkter Nachfrage die Frau die Miss-bildung auf keinen äusseren Eindruck zurückzuführenvermag.

Bei der Obduction ergab sich folgendes Resultat:Weiblicher Hemicephalus mit Mangel des Schädeldaches

Urs

mmz