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Muttermund etwa Zweimarkstück gross ist. Am folgen-den Morgen 11 Uhr ist bei der inneren Untersuchungder Muttermund verstrichen. Der untersuchende Fingerstösst auf einen harten resistenten Teil, Fonatellen undPfeilnaht sind nicht zu fühlen.
Blasensprung 21. 12. 1895, 2 Uhr N. Eine grosseMenge Fruchtwasser geht ab, angeblich mehr als einWassereimer voll.
Spontane Geburt eines toten Knaben erfolgte am21. 12. 1895, 4 Uhr N. unter sehr starken Wehen.Hemicephalus mit totaler Rachischisis.
Placenta folgte 8 M Std. p. p.
Die von mir unternommene Untersuchung desHarns der Wöchnerin ergab keine Spuren von A. und G.
Die übduction des im neunten Monat stehendenFoetus, die ich unter Leitung des Herrn Prof. Dr. Nuss-baum auszuführen Gelegenheit hatte, ergab folgendesResultat:
Die Leiche des männlichen Individuums ist 35 cm.lang. Die äussere Haut ist straff und von normalerFarbe. Obere und untere Extremitäten sind gut ent-wickelt und haben eine Länge von 15 cm. Schulternsind sehr breit, Brustkorb gut entwickelt. Hals ist kurz,so dass das Kinn beinahe auf der Brust liegt und dieOhren in der Höhe der Schultern stehn.
Dem Schädel fehlt das ganze Schädeldach. Dasrechte Ohr ist normal entwickelt, die linke Ohrmuschelstark hypertrophisch. Das Gesicht ist schräg nach obenund hinten gerichtet. Mund ist geöffnet, eine breitestark entwickelte Zunge sichtbar. Nase ist abgeplattet,Bulbi sind stark hervortretend. 2 cm unterhalb derUnterlippe zeigt sich eine 3 cm lange Hautspalte. Wieschon erwähnt fehlt das ganze Schädeldach. An seinerStelle befindet sich eine Membran, die die Gehirnreste