Exkurs XX.
Sa. Giulia in Brescia.
A.
B.
Engiltruda . . .
Roduinus neptam A.
Amelperga
Lantruda . . . .Raperga ....Giseltruda . . .Otila.....
Radaldus filias suas L. R.
1 G. 0. Rachimperga. Imel-truda, Rachiniida.
Percunda ....
Rodelandus neptem s. P.
Silvestra ....
Atto neptam s. S.
Perxinda
Amelperga . . .
Stadipertus fil. s. A.
Rotruda ....
Odo sororem s. R.
Sundelbertus et Aistulfus
tradid. sororem suam Ota.
Rosinda ....
Rofrid filias suas R.
Percunda . . .
et B.
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II■
In dem Drucke vonValentini ist unter der Oblationsliste an dieserStelle ein roter Abschluss, damit stimmt es, dass von da an die Listen Aund B auseinandergehen. A. hat 3 Namen mehr wie B, B 5 mehr wieA, 13 sind gemeinschaftlich und folgen sich in gleicher Ordnung. Nebenden 18 durch Oblation dem Kloster verbundenen Personen erscheinenalso nur 3 andere, bei denen freier Eintritt und eventuell auch unfreieGeburt in Frage käme. Wäre auch das Letztere, sehr Unwahrscheinliche,der Fall, so würden wir doch ganz ohne Bedenken von einem freiständi-schen Kloster reden dürfen.
Ich halte also den Beweis für erbracht.
Für die folgenden Namen ist so streng die Gleichheit nicht zu er-weisen.
Auch Hartmann (Gesch. Ital. im Mittelalter 2, 2, S. 264) undHoffmeister (Mitt. d. Inst. f. österr. Gesch., Erg.-Bd. 7, S. 325 f.) haltendas Kloster für ein sehr vornehmes, wenn sie auch nicht auf freist'andi-schen Charakter gekommen sind.
Von dem Reichtum des Klosters gibt ausser den Kaiser- und Papst-urkunden ein Bild ein sehr altes Besitzverzeichnis (Bruchstück) in Monum.historiae patriae 13, S. 726 von 905/06), der Besitz ging bis Genuaund Ivrea.
Erst 1193 kennen wir wieder den Geschlechtsnamen einer Aebtissin:Elena Brusato, dann im 13. Jahrhundert drei aus dem Brescianer Ge-schlecht Confalonieri; die vornehmen Geschlechter Brescias herrschtennun im Kloster.
In der Lebensweise der Kanonissen scheint man in St. Giulia die
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