Druckschrift 
[Hauptbd.] (1910)
Entstehung
Seite
425
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Exkurs XX.

Sa. Giulia in Brescia.

A.

B.

Engiltruda . . .

Roduinus neptam A.

Amelperga

Lantruda . . . .Raperga ....Giseltruda . . .Otila.....

Radaldus filias suas L. R.

1 G. 0. Rachimperga. Imel-truda, Rachiniida.

Percunda ....

Rodelandus neptem s. P.

Silvestra ....

Atto neptam s. S.

Perxinda

Amelperga . . .

Stadipertus fil. s. A.

Rotruda ....

Odo sororem s. R.

Sundelbertus et Aistulfus

tradid. sororem suam Ota.

Rosinda ....

Rofrid filias suas R.

Percunda . . .

et B.

425

II

In dem Drucke vonValentini ist unter der Oblationsliste an dieserStelle ein roter Abschluss, damit stimmt es, dass von da an die Listen Aund B auseinandergehen. A. hat 3 Namen mehr wie B, B 5 mehr wieA, 13 sind gemeinschaftlich und folgen sich in gleicher Ordnung. Nebenden 18 durch Oblation dem Kloster verbundenen Personen erscheinenalso nur 3 andere, bei denen freier Eintritt und eventuell auch unfreieGeburt in Frage käme. Wäre auch das Letztere, sehr Unwahrscheinliche,der Fall, so würden wir doch ganz ohne Bedenken von einem freiständi-schen Kloster reden dürfen.

Ich halte also den Beweis für erbracht.

Für die folgenden Namen ist so streng die Gleichheit nicht zu er-weisen.

Auch Hartmann (Gesch. Ital. im Mittelalter 2, 2, S. 264) undHoffmeister (Mitt. d. Inst. f. österr. Gesch., Erg.-Bd. 7, S. 325 f.) haltendas Kloster für ein sehr vornehmes, wenn sie auch nicht auf freist'andi-schen Charakter gekommen sind.

Von dem Reichtum des Klosters gibt ausser den Kaiser- und Papst-urkunden ein Bild ein sehr altes Besitzverzeichnis (Bruchstück) in Monum.historiae patriae 13, S. 726 von 905/06), der Besitz ging bis Genuaund Ivrea.

Erst 1193 kennen wir wieder den Geschlechtsnamen einer Aebtissin:Elena Brusato, dann im 13. Jahrhundert drei aus dem Brescianer Ge-schlecht Confalonieri; die vornehmen Geschlechter Brescias herrschtennun im Kloster.

In der Lebensweise der Kanonissen scheint man in St. Giulia die

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