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[Hauptbd.] (1910)
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Exkurs XV. Ministerialität im östlichen Sachsen.

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Propstei Paderborn mit Köln und Bödecken, das Reich mit Essen, Vredenmit Münster, Ueberwasser mit Werden u. s. w.

XV.

Ministerialrat in geistlichen Anstalten des östlichen Sachsens.

Helmstedt (vor 952 gegründet, vielleicht schon im 9. JahrhundertBenediktiner, Diözese Halberstadt). Die hie und da für dieses Klosterin Anspruch genommenen Ministerialen scheinen mir ausnahmslos zumKloster "Werden zu gehören, in dessen Eigentum Helmstedt stand.

Hamersleben (St. Peter u. Stephan, Diözese Halberstadt. NachSchäfer wohl zunächst ein Kanonissenstift, im 12. Jahrhundert Nonnen).Ueberlieferung sehr lückenhaft. Ein Ministeriale in einer Urkunde B.Eberhards v. Merseburg. Kehr, ÜB. Stift Merseb. 1, Nr. 180.

Berge bei Magdeburg (St. Johann, 968 aus dem in ein Dom-stift umgewandelten St. Moritzkloster in Magdeburg hervorgegangen.Sprengel Magdeburg). Das Material liegt bei Holstein, ÜB. desKlosters Berge, Halle 1879 (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen,Bd. 9), vor, wozu dann die Gesta abbatum Bergensium in den Magde-burger Geschichtsblättern 5 kommen. Geradezu als Ministerialen desKlosters werden bezeichnet Personen in Nr. 61 (1209). 67 (1217, hat Lehen).69 (1220). 92 (1233, Engilboldus miles, ecclesie nostre ministerialis). Be-sonders wertvoll sind aber folgende Stücke: Nr. 122 u. 123 (Tauschzwischen Berge und Quedlingburg je drei Männer. 1272). In Nr. 145(1299) übergibt der Erzbischof von Magdeburg drei Liten seiner Kirchedem Kloster, er tradiert siein ministeriales ad imitandam dominamWiburgim matrem suam, que ministerialis extitit ecclesie iam predicte".Hierzu ist auch der auf den Namen Kaiser Ottos I. gefälschte Auszugim Weissen Buche über die Ehen zwischen Ministerialen der beidenKirchen zu vergleichen (Nr. 5). Die Urkunden 72. 75. 78 f. 86. 88. 92.94 f. 98 f. 101. 104 enthalten eine Reihe von Namen als Zeugen, die ichfür Dienstmannen des Klosters ansehen möchte.

Das Kloster hat also eine Ministerialität, aber von Hofämtern findetsich keine Spur. Das Material, den Geburtsstand der Mönche zu be-stimmen, ist zu dürftig, sicher war im 13. Jahrhundert kein freiständischerCharakter vorhanden. 1098 war ein Hirsauer Mönch berufen worden,um das Kloster zu reformieren.

Nienburg (Thankmarsfeld 970 begründet, 975 verlegt. Sprengelvon Magdeburg). Die Urkunden im Codex Anhaltinus. Zu vgl.auch v. Mülverstedt, Regesten der Erzbischöfe von Magdeburg. Eine

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