Exkurs XIII. Standesverhältnisse in Lindau und Kempten. 391
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von Schönstein zählen zum Kreise der St. gallischen Dienstmannen, Gutaund Sigena de Wolfurt gehören einem bekannten vorarlbergischen, Ursulav. Schellenberg einem montfortischen Hause an, Guta v. Buchensteinkann ich nicht nachweisen; Guta von Lampoltsweiler aber scheint edelgewesen zu sein, wenigstens erscheint 1271 in einer Urkunde als Lehns-mann eines Grafen von "Werdenberg: „nobilis vir Bertholdus miles deLampoltswiler" (BA. Lindau)'). Aus dem recht jungen Nekrolog lassensich einige vor 1250 zurückreichende Aebtissinnen nachweisen: „Uodelhiltvon Helfenstein" und „Judenta von Craien", jenes Geschlecht wargräflich, dieses ist uns als freiherrlich bereits begegnet 2 ). Die AebtissinAlbirat, eine Schwester der Mutter der Gründer von Zwiefalten (Grafenvon Achalm), fand in den Mauern dieses Klosters ihre Ruhestätte 3 ).Für die folgende Zeit bis zur Aufhebung derselben hat Primbs mitvielem Fleisse die Namen der Stiftsdamen gesammelt; sie sind durchwegzum niederen Adel gehörig, Glieder des hohen Adels und bürgerlicheNamen habe ich bei flüchtigem Ueberblicke nicht gefunden 4 ).
Angesichts einer solchen Liste könnte man auf ein altministeria-lisches Kloster schliessen, das ist aber ein Unding. Und wohnte nichtauch die Lindauer Aebtissin in einer Pfalz s ) ?
Bei dem Kloster Kempten ist die Forschung durch die Arbeitenvon Bau mann fast erledigt 6 ). Wir haben auch hier sehr wenige ältereAngaben; so ist der älteste Abt, dessen Geschlecht bekannt ist, derFreiherr Friedrich von Münster, ein Zeitgenosse Friedrichs IL (1232—1246);vom nächsten Hugo (1248—1269?), ist das Geschlecht unbekannt; es folgtein Administrator aus dem freiherrlichen Hause von Hohenegg (Zweigder Trauchburger) (1269—1284) und der freiherrliche Abt Konrad von
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') Wartmann, St. Galler ÜB. 3, S. 191. Dazu stimmt es, dassdieser Ritter auch im Lindauer Nekrologium steht (M. G. Necr. 1,S. 187, 6. Mai). 1122 unter den Edeln in Quell, z. Schweiz. Gesch. 3,S. 99.
a ) M. G. Necr. 1, S. 184 (28. Febr.) u. 187 (1. Mai).
3 ) Berthold, Zwif. M. G. SS. 10, 103.
4 ) Todtenbuch . . . samt Nachrichten über die Stiftfräuleins. Zeit-schrift des bist. Vereins f. Schwaben 4 (1878).
5 ) Datum in nostro palatio. Urkunde der Aebtissin Siguna von1264. Würdinger, Regesten S. 3 (Bodenseezeitschr. Bd. 2) und überdas städtische Gericht in palacio der Aebtissin vgl. Böhmer-Redlich,Nr. 284; Würdinger Reg. S. 4.
°) Zur älteren Geschichte des Stiftes Kempten in Baumann,Forschungen zur schwäb. Geschichte, S. 102—146. Daneben seine ältere„Geschichte des Allgäus".
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