Exkurs XIII. Standesverhältnisse in Ellwangen und Buchau. 389
schlechte nach feststellen, wahrscheinlich war Adalbert I. (1136—1173)ein Markgraf von Ronsberg aus dem Allgäu').
Vor allem überragt Cuno I. (1188—1221) die anderen; denn ihmward auch die Abtei Fulda anvertraut, und er war ein RatgeberFriedrichs II. ; doch ist sein Geschlecht, so viel ich sehe, unbekannt. Dievon 1256—1309 sich folgenden Aebte Otto, Konrad und Ekkehard sollenSchwabsberger aus dem ministerialischen Hause der Ellwanger Truch-sessen sein 2 ).
Mit den Geschlechtsnamen kommen wir also nicht zum Ziele.
Doch wenn man nun erwägt, dass das Kloster durch Friedrich I. einPrivileg erhielt, in dem es heisst: „Preterea in militibus, in cenobitis,ingenuis et servis, et in omnibus suis possessionibus et in omni iure suoeidem abbatie concedimus, ut eandem libertatis legem habeat quamobtima abbatia Vuldensis et Augensis habent, et ampliusquantum a nostris predecessoribus sibi noscitur esse concessum" 3 ), sokann man nicht glauben, dass es sich anders ergänzte wie die Reichenau,und damit stimmt es durchaus, wenn 1147 die Mönche in einer EllwangerUrkunde „domini claustrales" genannt werden und der Konvent alsKapitel bezeichnet wird 4 ). Auch in der älteren Geschichte dieses vonfränkischem Adel von Langres aus begründeten Kloster finde ich nichts,was zu der Annahme zwänge, dass das Kloster damals weit hinterSt. Gallen oder Reichenau zurückgestanden habe: bei Ekkehard gehörtzu der Revisionskommission für St. Gallen auch der Ellwanger AbtMilo, der sich, was das Fleischessen anbetrifft, sehr wenig streng aus-drückt 5 ); die Ellwanger Aebte, die für ihre Jagd im Virgundawaldeso besorgt waren 6 ), sollten sich des Fleisches der Vierfüssler enthaltenhaben ?
Von dem Kloster des hl. Kornelius und Cyprian zu Buchau amFedersee kennen wir nur sehr wenige Namen von Insassen. Ludwig derDeutsche setzte dorthin als Aebtissin seine Tochter Irmingard (f 16 Juli866), wie Hildegard Aebtissin von Schwarzach bei Würzburg wurde und
1 ) Stalin in Beschreibung des Oberamts Ellwangen, S. 461.
2 ) Stalin, S. 462. Die Vornamen Otto und Ekkehard finde ichaber sonst bei den Schwabsbergern nicht.
») Stumpf, Nr. 3651, 24. Okt. 1152. Wirtemb. ÜB. 2, S. 65.
4 ) Ersteres 1147: 2, S. 42. Letzteres 3, S. 50; 5, S. 171; 6, S. 15.
5 ) Ekkehard, Mitteil. (St. Gallen) 16, S. 369.
e ) DOH. II, 505, 5. Febr. 1024. Wirtemb. ÜB. 1, S. 256. Vor allemaber Stumpf 4097, 29. Sept. 1168. „Et nemo in predicta silva, absqueconcessione memorati ducis Swevie, venari audeat, preter abbatem,qui ibi preter concessionem ducis ius venationis habet." W. ÜB. 2, S. 156.