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[Hauptbd.] (1910)
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384
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384 A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

finde, dass er des Zusammenlebens mit ihnen würdig erscheine, in dieKlostergemeinschaft aufzunehmen ').

Zahlreicher sind Schenkungen bei Oblationen oder doch zu Gunstenjüngerer ins Kloster Eintretenden. Gegen das Gebot der Armut wärees, wenn dem Oblaten der Nutzen aus dem geschenkten Gute vorbe-halten würde, aber das geschieht in allen fünf Fällen nicht 2 ).

Am häufigsten sind aber jene Vergabungen, bei denen der Schenk-geber für sich oder einen Verwandten den späteren Eintritt vorbehält.Ich beginne mit Laien, die jene Absicht für sich aussprechen: Da istein sehr reicher Mann Immo, der Besitz an 11 Orten und Unfreieschenkt, dann folgt Engilbert, der recht wohlhabende Plionunc, der sich,wenn er sich dem'nchsleben nach den Bestimmungen der heiligenRegel widmen will, der Regel zum Trotze die Nutzniessung eines Prä-diums vorbehält, Kerenbold, der Besitz an zwei Orten schenken kann,und endlich der auch einem Grundherrn ähnlich sehende Reccho, derdrei Hufen schenken kann, obwohl er einen verheirateten Sohn hat 3 ).Vier Geistliche tragen sich mit der gleichen Absicht: der Priester Otolf,der in einer Königsurkunde als nobilis presbiter bezeichnet wird, derPriester Huppold, der Miteigner einer Kirche ist, also zweifellos vor-nehmer Geburt, uud der sehr reiche Levit Adalhelm. Dieser lässtzwei "Wege:Et quandocumque ad supra memoratum monasteriumvenire voluerim, familiariter morari atque cum honore ibi maneremihi non denegetur. Si quando quoque secularia negotia relinquerevelim et monachicae vitae disciplinis me subicere decreverim, id perficerenullus mihi resistere conetur." In fast gleichen Worten übernimmt derAbt und das Kloster diese Verpflichtung. Endlich folgt noch der PriesterWillibold, bei dem das Kloster vorsichtiger ist; es behält sich vor, denLebenswandel zu prüfen 4 ).

Für den etwaigen Verwandten sorgen mehrere. Diese Fälle be-ginnen mit 797, wo der reiche Wolfbold für seinen Sohn sorgt 5 ), dann

J ) Nr. 529 u. 530.

2 ) 198 für seinen Sohn 363 pro filio Erchanger 391 für dieconversacio filii mei 452 pro monachica vita Pernharti nepotis nostri 461ut filius meus Walthere congruum nutrimentum habeat et, si admonachilem dignitatem profecerit, suum locum habeat."

3 ) Nr. 307 (827). 442 (855). 485 (861). 607 (878) u. 643 (885).

4 ) Otolf Nr. 432 u. 449. Huppold Nr. 470 u. 474. AdalhelmNr. 511 u. 512. Willibold Nr. 525 (867):quandocumque ei libueritin ipsam congregationem suscipiatur secundum regulärem disciplinam,si eius vita talis fuerit perspecta."

5 ) Nr. 148.

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