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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
in Verden wurde das "Wahlrecht im 15. Jahrhundert vollständig ge-brochen, und da erscheinen nun päpstliche und kaiserliche Kurialen alsBischöfe.
Die höchsten Ziffern an nichtedelfreien Bischöfen erreichen Spei er(10 Dienstmannen und 1 Bürgerlicher, den der Papst providiert hatte);Augsburg (mit 12 Dienstmannen, 1 Bürgerlichen und 2 Unbekannten,der Bürgerliche von der Kurie providiert); Konstanz (mit 10 Mini-sterialen, 4 Bürgerlichen und 2 Ausländern. Die beiden Ausländer,Franzosen, gelangten durch päpstliche Provision in die Reihe der Bischöfe,von den 4 bürgerlichen Bischöfen waren 3 vom Kapitel gewählt, UlrichPfefferhart [1345] und Albrecht Blarer [1407] gehörten rittermässigenGeschlechtern der Bischofstadt an, während Thomas Berlower [1481] als.österreichischer Kanzler sein Glück machte, Ulrich Windlock war pro-vidiert worden); Eichstätt (mit 15 Dienstmannen und 3 Bischöfen un-bekannten Standes) und Worms (mit 16 Dienstmannen und 2 vom Papsteprovidierten Bürgerlichen).
IX.Nähere Untersuchungen über die Standesverhältnisse im KlosterSt. Emmeram in Regensburg. .
Als Bischof Gawibald (739—761) die Gebeine des Regensburger Be-kenners St. Emmeram erhob und in dem alten Georgskloster neu beisetzte,wuchs dem Kloster, das im Eigentume des Bischofs stand, Ehre, Liebeund Bedeutung zu. Es war wohl das am weitesten berühmte Klosterinnerhalb des eben durch den hl. Bonifaz eingerichteten RegensburgerSprengeis. Der Bischof war selbst der Abt, ihm unterstanden sowohl dieKanoniker der Kathedrale wie die Mönche des Klosters.
Dieses Verhältnis dauerte bis in die Tage des Abtbischofes Wolf-gang des Heiligen, der 975 aus St. Maximin bei Trier den greisen Ram-wold herbeirief und ihm als Propst, dann als Abt die Leitung des imEigentum der Regensburger Bischöfe verbleibenden Klosters anvertraute.
Für diese Zeit steht uns eine reiche, aber keineswegs lückenloseUeberlieferung zur Verfügung. Der Rest des ältesten Traditionsbuchesführt mit seinen zwölf Urkunden von Gawibald bis 822, dann bricht derTernio ab. Eine Fortsetzung schrieb unter den Abtbischöfen Ambricho(864—891) und Aspert (f 893) Anamot, doch weicht dieses Werk vondem ersten Traditionsbuch ab; denn die beiden Bücher des „Collec-tariolum traditionum atque concambiorum" berücksichtigen nicht alleinSt. Emmeram, sondern mitunter auch das Bistum und andere ihm ge-hörige Klöster, und anderseits sind sie auch nicht vollständig. Aus dieser