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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

Eeichsfürst betrachtet J ). Das Sukzessionsrecht war von König Eudolfanerkannt worden:ac si de partu et ventre libero nati essent."

Eine grosse Reichsministerialenfamilie betrifft auch die Freilassungder Isengard von Falkenstein, Gattin des Freiherrn Siegfried von Epp-stein (Nr. 15). In der Urkunde König Albrechts von 1298 heisst es:Nobili viro Sifrido de Eppenstein. Cum tu, de stirpe baronum liberaprocreatus, Isengardim de Valkenstein de genere ministerialium tibicopulaveris in uxorem et ex ea filium tuum genueris . . ., ne idem . . .seu tue posteritatis progenies propter huiusmodi copulam nitorem amittatpaterne libertatis, . .. supradictos uxorem tuam et filium libertati donamuset in statum ponimus liberorum, dilectorum principum nostrorum con-sensu eciam accedente concorditer 2 ), ut sint tue prosapie pares facti interliberos et barones, quasi de libero geniti ventre" 3 ). Auch diesesmal liegtein Willebrief eines Kurfürsten vor.

Auf eine andere Gegend, Ostfalen, bezieht sich eine Urkunde KönigLudwigs des Bayern von 1323 (betr. Nr. 66):Nota, quod rex nobilemvirum Henricum, comitem de Woldenberch, qui de matre sua Hildeburgi,filia marschalci Johannis servilis conditionis servus fuit Henrici ducisBrunswicensis, manumissum per dictum Ducem, libertavit et iura liber-tatis sibi tribuit per totum, sicut progenitores sui habuerant" 4 ).

Eine Ehe zwischen dem Grafen Heinrich von Spanheim und der Erb-tochter eines Zweiges der Bolanden (Nr. 9), der Kunigunde von Bolanden,gab einem Sohne namens Philipp das Leben; im Jahre 1331 gab ihmKaiser Ludwig der Bayerwan er von einem dienstweybe geboren istund dass in ettwie vil gemindert hat an der vryheit und wirde":alledie Vreyheit, Ere und Recht, die all' seine Vordem gehabt habent",und auch in diesem Falle folgte die Zustimmung der Kurfürsten 5 ).

Die Nobilitierung der Kinder aus der Ehe Habsburg (Laufenburg)-Landenberg (Nr. 72) durch König Wenzel fällt ins Jahr 1393 6 ).

Das letzte Diplom, das auf unsere Zeit Bezug hat, ist von 1408 undbetrifft eine der angesehensten Familien aus der Dienstmannschaft des

') Vgl. Tittmann, Geschichte Heinrichs des Erlauchten 2, S. 140 f.und Ficker, Vom Reichsfürstenstande 1, S. 263.

2 ) So ist zu interpungieren, nicht wie in der Vorlage.

3 ) Cod. dipl. Nassoic. 1, S. 3, 18; jetzt auch M. G. Const. 4, S. 33.

4 ) Vgl. Bode, Stammtafel der Grafen v. "Wöltingerode-Wolden-berg. Zeitschr. des Harzvereins 23, S. 59.

5 ) Köllner, Gesch. der Herrschaft Kirchheim-Bolanden S. 161 (ausder Urkundensammlung Christ. Jac. Kremers). Lehmann, Gesch. d-Grafschaft Spanheim 1, S. 92.

B ) Angeführt bei Göhrum, Ebenbürtigkeit 1, S. 372.