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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
Sie fehlen auch in Scheyern 1 ), Oberaltaich 2 ), Prüfening 3 ),Baumhurg 4 ).
') Bistum Freising. 1077 in St. Margareta bayr. Zell begründet,1087 nach Fischbachau verlegt, 1104 nach Usenhoven, 1108 nach Scheyern.Benediktiner, von Hirsau aus besetzt. Mit Rücksicht auf die noch lebendenStifter schickte Wilhelm von Hirsau nach dem Tode des ersten Abtes,der nobilis war, wieder einen „nobilem et honestum", der mit dem Kaiserverwandt war. Codex traditionum Mon. Boic. 10, S. 386 u. 391. Auchspäter noch Aebte von altem Adel: „pluresque nobiles filios sub disciplinaregulari nutriendos", 387. Es gibt wohl „servi abbatis" 10, S. 421. Sonstnur: de familia 386.424.426, familiäres 415. 418, famulus ecclesiae 398.
2 ) Bistum Regensburg, gegründet um 1100 als Benediktinerkloster.Der Codex traditionum enthält zwar einige merkwürdige Schenkungen:„ut iure nobilium vivant et serviant ministrorum" (M. B. 12, S. 31), „filiehonorabilium ministrorum" (12, S. 32), „iure nobilium servientium" (12,S. 34); die Zeugenlisten kennen aber höchstens „servientes, homines abbatis"(12, S. 76. 120. 153). 12, S. 83 Lehenregister.
3 ) Bistum Regensburg, gegründet vom hl. Otto, Bischof von Bam-berg, 1109 als Benediktinerklostcr, die Ordnung der Hirsauer hielt mitdem ersten Abte Einzug. Ich finde nur M. B. 13 (wo der Traditions-kodex abgedruckt ist) 21 servus domini abbatis, 112 famulus noster,120 f. servi und servientes nostri. Der Konvent war von vornherein ge-mischt. In der descriptio prediorum, que ad quibuslibet in hoc locoprofessis . .. sunt collata S. 33—42 stehen 43 Traditionen; gleich die erstebetrifft einen Ministerialen des Burggrafen von Regensburg; überhauptwird nur einer der Eingetretenen als nobilis bezeichnet (Totenacher Nr. 8).
4 ) Erzbistum Salzburg, 1118 gegründet vom Grafen von Sulzbach,Augustiner Chorherren, zunächst innig mit Berchtesgaden verbunden.Der Codex traditionum (bis 1201) (Mon. Boic. 3, S. 1—96) hat unter denZeugen durchweg Edle und Freie, nie „de familia", „servi" oder „mini-steriales", unter den Tradenten nur einmal „quidam vir de familia" (71).Aus dem Vogteivertrage von 1294 (Mon. Boic. 2, S. 211) folgt mit Sicher-heit, dass es in Baumburg keine Dienstmannen gab. „Servitores" 1297a. a. O. 2, S. 214. Im Codex traditionum ist mehrfach von Gliedern desKonventes die Rede: Der confrater Ernest de Frantenhusen (30), derSohn der vidua domini Frideberti de Sundermaringen (32), die beidenSöhne der „nobilis mulier" (42) und Gebolf (54) sind wohl alle edlerGeburt, dann kommen aber Ministerialen der Grafen von Kraiburg undSulzbach, also des Stiftergeschlechtes (58. 65) mit Bitten für ihre Töchter,die in dem abhängigen Frauenkloster Aufnahme finden sollen. NäherePrüfung wäre erwünscht.