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[Hauptbd.] (1910)
Entstehung
Seite
176
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176 -A-. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

Stätte der Reform, 1074 gegründet, zunächst von St. Peter inSalzburg aus besetzt, bald unter Einfluss von Hirsau 1 ), Mill-statt (vor 1088 begründet, bald von Admont beeinflusst). Selbst-verständlich hatten keine Dienstmannen die Cisterzienser vonReun (1138) und Victring (1142); sie fehlen auch bei denAugustinerchorherren von Vorau (ca. 1163). Die schwacheEntwicklung in Ossiach veranlasst mich, daran zu erinnern,dass auch dieses Kloster unter den Einfluss von Admont trat.Auch in St. Georgen am Längssee hielt die Zucht von AdmontEinzug, als dieses Stift völlig verweltlicht war 2 ).

Es schien mir ratsam, bei Göss zu untersuchen, ob esvielleicht einmal einen freiherrlichen Charakter hatte, alleindas Material ist viel zu dürftig 3 ); dahingegen haben wir aus-reichenden Stoff bei dem einzigen älteren Kloster oder Stiftdes benachbarten Brixener Sprengeis, bei Sonnenburg im Puster-tale, das von dem Sohne der Gründerin von St. Georgen am

') Ausnahme 1185:Swicker, Wecil, Eberhardus milites propriiecclesie nostre" Z ahn 1 Nr. 646. Die im Register auf S. 310 angegebenenkonnte ich nicht finden.

2 ) Der Abt von Admont schickte dorthin Admonter Nonnen, nach-dem er die entlassen hatteque vel ante peperant vel iam pregnanteserant". Ann. Admuntenses v. Jacksch 3 Nr. 568 (vgl. Nr. 647). WarSt. Georgen freiherrlich? Sicher nicht mehr 1160, wo eine Tochter einesSalzburger Ministerialen eintrat. Nr. 999. Anfangs spielen die Ver-wandten der Gründerin eine grosse Rolle.

3 ) Ich folgte der sorgfältigen Geschichte des Stiftes, die der wackereAdmonter Historiker Jakob Wichner verfasste (Studien- u. Mitteilungenaus dem Benediktiner- und Cisterzienserorden, Jahrg. 13 u. 14). Wirwissen über den Geburtsstand äusserst wenig. Die erste Aebtissin wardie Schwester des Erzbischofs Aribo von Mainz, also eine VerwandteKaiser Heinrichs H. Die Aebtissin Adelheid (ca. 11481178) war nachden Formbacher Aufzeichnungen eine Tochter des Herzogs Engelbertvon Kärnten (11241135), vgl. v. Jacksch 3 Nr. 571 (Stammtafel inBd. 4, 2). Die Aebtissin Odilia (1188) war eine Tochter des EdelherrnLiutold von Gutenberg (Steyerm. ÜB. 2, S. 197200). Ihre Nachfolgerinstammte aus Admont. Die 1271 urkundlich auftretende Aebtissin Her-burgis soll dem Geschlechte Ernvels entstammen, dieses war nicht edelfrei(v. Jacksch, Register zu 3. 4).