Göss. Sonnenburg.
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Längssee zwischen 1030 und 1039 begründet wurde 1 ). Dieser„nobilis levita" machte zur ersten Aebtissin in dem Kloster,das den Raum der alten Stammburg ausfüllte, seine NichteWichpurg 2 ). Die beiden Nachfolgerinnen sollen Gräfinnen vonGörz und Ortenburg gewesen sein, die zehnte wird als eineEdle von Taufers bezeichnet, die dreizehnte und vierzehntegehörten dem Ministerialenstande an 3 ). Besonders wertvoll istaber eine Aufzählung der „dominae" des Konventes; von denzehn mit Familiennamen bezeichneten ist mit Sicherheit keinedem freien Stande zuzuweisen, wohl aber sind vier alsMinisterialinnen zu erkennen 4 ). Dabei hatte das bis zuseiner Aufhebung adlig gebliebene Stift, das unter den Bi-
') Vgl. Sinnacher, Beyträge z. Gesch. d. bischöfl. Kirche Sähenund Brixen 2, S. 239—287. Das Urbarbuch aus der Zeit der AebtissinDiemut, Burggräfin von Lienz, um 1300, herausg. von Ignaz Zingerle,Arch. f. ö'sterr. Gesch. Bd. 40 (auch die Grafen von Flavon hatten Lehenvon Sonnenburg); Vinz. Gasser, Benediktinerinnenstift Sonnenburg,Mitt. a. d. Ben.- u. Oist.-Orden Bd. 9. Vgl. auch Hirsch, Ueber Sonnen-burger Urkundenfälschungen, Mitt. d. Inst. f. österr. Gesch. Erg.-Bd. 7,S. 474—478.
2 ) v. Jacksch 3 Nr. 246.
3 ) Ottilie von Rasen, östl. Bruneck. Bertha von Schöneck nördl.Bruneck. Beide Geschlechter hatten nach dem Sonnenburger Urbar Lehenvom Kloster.
4 ) „domina Liucarda decanesa de Xoneburgo et domina Geltrudis deCoratina, domina Cristina et domina Armengarda eius sorore, et dominaAdeleita de Croxone et domina Adeleita de Felles (= Völs, Brixener Dienst-mannen) et domina Armengarda de Aicha (ebenso) et domina Iudeta etdomina Matelda de Hoenstaine (= Hauenstein, gleichfalls Brixener Dienst-mannen) et domina Matelda de Mori (Das Geschlecht der Grafen de Morihtet Griffenstaine starb um 1200 aus, vgl. Zeitschrift des Ferdinandeums,Heft 49. Es gab aber auch ein Geschlecht von Mori im Trentino, das nicht-edel war) et domina Adelleita de Rixolo et domina Sophia sorore et dominaMergarda de Rixolo et domina Berta atque domino Albano et OdolricoXoneburgaro capellanis dictarum dominarum." So im Codex "Wangianusund danach im Drucke bei Kin.k, Fontes rerum Austriacarum. 2. Abt.5. Bd. S. 156.
Schulte, Adel u. deutsche Kirche im Mittelalter. 12