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[Hauptbd.] (1910)
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Muri, Schaffhausen, St. Blasien.

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die Neuausgabe der Rüegerschen Chronik 1 ). Ich finde nirgends-wo Dienstmannen, auch nicht an einer Stelle, wo sie erscheinenmüssten, wenn das Kloster solche besessen hätte.

In der Urkunde, worin der Erzbischof Bruno von Trierdas Kloster mit seinem Vogte vergleicht, besteht die Zeugen-liste aus folgenden Gruppen: fratres de claustro, item de ex-terioribus fratribus, ex capellanis meis, ex ministerialibus meis,ministeriales advocati 2 ).

Das echte Diplom Konrads III. vom Jahre 1145 für Schaff-hausen enthält dazu das an den Abt gerichtete Verbot: „militesaliquos creare" 3 ), was den Mönchen offenbar sympathisch war,denn sie übernahmen diese Worte in eine Fälschung auf denNamen Heinrichs V. 1 ).

Bei St. Blasien 5 ) ist das reichhaltige Material nicht soleicht zu übersehen, aber auch hier ist mir niemals ein Dienst-mann oder gar ein Hofamt aufgestossen, und wo ich jetzt dieQuellen wieder überflog, vermochte ich nur einen zu entdecken,den ich aber für einen Verwalter halte 6 ). Die Rekrutierungder Mönche und Aebte ist ebenfalls — allem Anscheine nach —so gewesen wie in den anderen Klöstern der Reform 7 ).

Die Reform der Klöster hat in Schwaben nicht allein aufdie Ministerialen verzichtet, wie das denn auch die Prämon-

') J. J. Rüeger, Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen,herausg. v. hist.-antiquar. Verein I. II. Schaffhausen 1884.

2 ) Quell, z. Schw. Gesch. 3, S. 102. Urkunde von 1122.

3 ) Stumpf 3493: „non liceat tibi . . . quicquam nisi ex fratrumconsilio in beneficium dare aut milites aliquos creare."

") Stumpf 3077.

5 ) Auch hier ist Hirsch a. a. 0. Erg.-Bd. 7, S. 543—568 zu ver-gleichen. Ferner Enderle, Besitz des Klosters St. Blasien.

6 ) Ministerialis Berchtoldus de Klingenowe. Zürcher ÜB. 5, S. 247.Ein Lehen ebda. 2, S. 29. Auch Enderle führt keine Ministerialen an.

7 ) In den Annales necrologici wird der 1178 gestorbene Abt Wernerals „nobiliori ortus prosapia" bezeichnet. In der Abtsliste, die Kriegerim Topographischen Wörterbuche gibt, steht der erste Geschlechtsnamebei dem Abte Heinrich (1348—1391) und von da an findet sich eineReihe von Leuten, die ganz von unten emporgekommen sind.

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