Keine echte Ministerialrat in Hirsau.
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zweite Fall liefert einen viel ernsteren Einwand, aber auch daist nicht ausgeschlossen, dass der Dienstmann entweder aus derZeit vor Wilhelm stammte oder ebenfalls geschenkt wurde *).Wie immer, völlig war die Ministerialität aus Hirsau nichtverbannt. Doch muss sie ganz verkümmert sein. In den dochnicht seltenen Urkunden der Hirsauer Aebte finde ich wederje die Zustimmung der Dienstmannen noch in der Zeugen-reihe einen von ihnen 2 ). Unter einer so wichtigen Urkundewie die über den Boden, auf dem Maulbronn gegründet wurde,stehen wohl Speierer Geistliche neben den älteren Mönchen vonHirsau; aber die sechs Ministerialen der Speierer Kirche haben
') Im Codex heisst es: „Erat quidam homo nobilis in Ruthmarss-lieim, nomine Conradus, de ministerialibus nostre ecclesie et hie homopossidens tres hubas. Quo de medio facto ad nos iure ipse hübe tresrediere, quia filii ipsius ad nos non pertinebant. Sed intercessione Con-radi comitis de Calwa filia ipsius, Hartrut nomine, unam hobam eo pactoobtinebat, ut in festo saneti Martini quotannis solidum unum persolvat.Hec quoque cum mortua fuerit, ipsa huba ad nos, non ad heredes suos,iure et absque omni contradictione redibit." Ein sonderbarer Dienst-mann, dessen Söhne nicht nach gleichem Rechte lebten, wie der Vater.Dieser hatte offenbar eine Ungenossenehe eingegangen, wodurch das Klosterdie Nachkommenschaft verlor. Jedenfalls erkennt man, dass das Klosterweder Genossamenverträge hatte, noch die Ministerialen in Zucht hielt.Und kann nicht auch dieser mit einem Gute geschenkt worden sein,vielleicht in jener Kirche und Gut zu Ruthmarsheim und vielen an-deren Besitz umfassenden Schenkung des Adalbert von Sallestetten ?(Codex. Hirsaug. 28 um 1100.) Oder stammt er aus den ältesten Zeiten,tauschte doch das Kloster mit der Kaiserin Agnes (vor 1077) fünf andereHufen für sechs in Rudmarsheim ein (Cod. Hirsaug. 26).
2 ) Hier kommen in Betracht die Abtsurkunden von 1167 (Wirtemb.ÜB. 2, S. 154), um 1164 (4, S. 364), zwischen 1188 und 1196 (2, S. 250), 1200(2, S. 338), 1216 (3, S. 35), 1219 (3, S. 73), 1223 (3, S. 490), 1223 (5, S. 414),1233 (3, S. 333, das Kloster damals verschuldet, wie auch die nächstenUrkunden beweisen), 1236 (3, S. 384, 6, S. 459), 1240 (3, S. 446), 1241(4, S. 2, wo der Abt handelt de communi consilio conventus nee nonaliorum prudentum virorum, nicht etwa ministerialium), 1255 (5, S. 131),1258 (5, S. 277), 1260 (5, S. 346), 1261 (6, S. 13), 1262 (6, S. 82), 1269(7, S. 13), 1270 (7, S. 107, 7, S. 111), 1276 (7, S. 425), 1277 (8, S. 30),1279 (8, S. 193), 1280 (8, S. 246) u. s. w.